Widerstandskämpfer_innen, Überlebende und Opfer des Nazi-Regime – ein Erinnerungsprojekt
Wie wird erinnert? Was/Wer wird (nicht) erinnert? – Trotz vieler Diskursverschiebungen über die letzten Jahre? Unsichtbare und unhörbare Erinnerungen sind es, die bei FATHOMIZING MEMORY einen besonderen Platz bekommen und im Mainstream der Erinnerungen sonst untergehen.
“Die Geschichte gibt es nicht.” Dieser Satz stellt den Zugang zum interaktiven und multimedialen Erinnerungsprojekt dar, das unter der künstlerischen Leitung von V. Nino Jaeger realisiert wird. Geschichte wird darin als dynamisches Fragment verstanden, das sich verändert und immer wieder aufs Neue befragt werden muss. Das Erinnerungsprojekt rollt die verfestigte(n) Geschichte(n) über die Zeit des Nationalsozialismus auf und stellt sie wieder, anders, infrage. Das drückt sich schon im Titel aus: Das englische Verb „to fathom“ (ausloten, erforschen, auf den Grund gehen, verstehen) wird auf das untrennbar mit der Geschichte verbundene Substantiv „memory“ angewandt. Die Ge-Schichten sollen abgetragen, die Erinnerung aus dem festen Substantiv herausgelöst, die prozessuale „Dynamik“ herausgestellt werden.
Fathomizing Memory nähert sich dem komplexen Thema der Erinnerungen/Geschichte von verschiedenen Seiten an. Im Zentrum steht die multimediale Installation von V. Nino Jaeger, die Zeitzeug_innen-Dokumente mit unserer Gegenwart verknüpft und ertastbar macht. Weitere Perspektiven bringt das multimediale und interaktive Rahmenprogamm von Petra Unger, trafo.K, DÖW, Verein Gedenkdienst, VBKÖ, Wolf Werdigier, m.a.x. und zenklo™ mit ein.
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