Fathomizing Memory
Verein Gedenkdienst

Eine Maturaklasse auf den Spuren der Vergangenheit – Das Schulgebäude Kenyongasse seit 1938


Während des Novemberpogroms 1938 wurden in Wien nicht nur zahlreiche Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört, sondern auch über 6.000 Jüdinnen und Juden festgenommen und in provisorischen Sammelstellen interniert. Solche Notarreste befanden sich in der Karajangasse, in der Pramergasse, in den Sofiensälen und in der ehemaligen Klosterschule Kenyongasse, die wenige Monate zuvor von der NSDAP zur Unterbringung einer Fachschule übernommen worden war. Die schweren Misshandlungen, die den Verhafteten in der Kenyongasse zugefügt wurden, kosteten mehreren Inhaftierten das Leben. Nach wenigen Tagen wurden die verhafteten Jüdinnen und Juden freigelassen oder in ein Konzentrationslager deportiert.

Begleitet von drei Historiker_innen (Regina Fritz, Philipp Rohrbach, Adina Seeger) und der Direktorin der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik/Mater Salvatoris erforschte die Maturaklasse 5B die Vergangenheit ihrer Schule. Dabei wurde nicht nur die Nutzung des Gebäudes während des Novemberpogroms untersucht, sondern auch die Schulgeschichte bis in die Gegenwart dokumentiert. Als Ergebnis der Recherchen entstanden eine Sonderausgabe der Zeitung „Gedenkdienst“ und eine Radiosendung auf ORANGE 94.0 hier nachhören.

Verein Gedenkdienst | www.gedenkdienst.at
Der Verein GEDENKDIENST ist eine politisch unabhängige, überkonfessionelle Organisation, die sich mit den Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Er entsendet Freiwillige in Länder, in denen Nationalsozialist_innen und ihre Helfer_innen Verbrechen begingen und betreibt historisch-politische Bildungsarbeit.
NACHLESEN: In der Sonderausgabe Kenyongasse der Zeitung “Gedenkdienst” hier nachlesen.
NACHHÖREN: Live-Radiosendung vom 6. Mai 2011, 14 Uhr auf ORANGE 94.0 hier nachhören.