Fathomizing Memory
Petra Unger

Vom Verschwinden der Frauen – Täterinnen und Opfer: Zur Geschichte der vertriebenen, verschwundenen, ermordeten Frauen und nationalsozialistischen Täterinnen


Frauen sind und waren aktive Gestalterinnen historischer Prozesse, zu allen Zeiten und in allen Epochen schrieben und gestalteten sie Geschichte, dies bestätigt auch die feministische Geschichtsforschung der letzten Jahrzehnte. Auch zur Zeit des Nationalsozialismus sind Frauen nicht ausschließlich als Opfer einer patriarchalen Gesellschaftsordnung zu sehen, sondern auch als Mit- und/oder Dagegenwirkende. In der Beschäftigung mit vertriebenen, verfolgten, ermordeten und widerständigen Frauen werden diese unterschiedlichen Facetten von Handlungsmöglichkeiten und -formen beleuchtet. Gedenkkulturen werden im Zuge dieses Rundgangs ebenfalls kritisch hinterfragt.

Der Rundgang: Liane Zimbler Architektin und erste Ziviltechnikerin Österreichs. Alma Rosé Musikerin, Dirigentin, neue Erkenntnisse zum „Mädchenorchester“ von Auschwitz. Friedl Dicker Architektin, Künstlerin, Anfänge der Kunsttherapie im Konzentrationslager. Irene Harand Katholische Widerstandsaktivistin. Gertrud Herzog-Hauser Philologin, Universitätsdozentin, Schuldirektorin. Marietta Blau Kernphysikerin. Endpunkt im MQ. Die Rundgänge finden bei jedem Wetter statt – angemessene Kleidung erhöht den Kulturgenuss!

Petra Unger | www.petra-unger.at
„Dem Vergessenen, Noch-Nicht-Erzählten und den Nicht-Beachteten der Geschichte gehört meine Leidenschaft.“ Die Kunstvermittlerin und Stadtführerin Petra Unger, mit Master of Arts für Gender Studies, vermittelt Feministische Forschung auch in Vorträgen, Workshops und Szenischen Lesungen.
RUNDGANG 10., 14., 17. Mai 2011 – jeweils 16 Uhr, Treffpunkt Alte Technische Universität Wien, Karlsplatz 13