Fathomizing Memory
Büro trafo.K

Repolitisierung! Fahrradfahren zu umkämpften Orten der Erinnerung im Postnazismus


In den letzten Jahren hat sich neben den noch immer existierenden Österreichischen Opfermythen und Strategien der Schuldumkehr ein neues historisches Master Narrative durchgesetzt: Die Verbrechen der Nazis werden heute teilweise offiziell zum Thema gemacht. Allerdings ist dies nicht selten mit einer Entpolitisierung und dem Verlust eines kritischen Potentials der Beschäftigung mit (Zeit-)Geschichte verbunden. An Stelle der gesellschafts- und gegenwartskritischen Ziele antifaschistischer Auseinandersetzung mit Geschichte treten zusehens Identitätsstiftung,durch Erinnerungsstolz, verallgemeinernde Moralisierung, Parallelisierung mit anderen Verbrechen, Überidentifikation mit den Opfern und der Ausschluss von Migrant_innen.

Entgegen dieser um sich greifenden neuen Moral einer Erinnerung als Entledigung, thematisierten wir bei einer Fahrradfahrt die Geschichte umkämpfter Manifestationen im öffentlichen Raum. Auf dem Spiel stand die Frage, was die Maxime »Niemals Vergessen« heute heißen kann und welche Forderungen und geschichtspolitischen Interventionen mit deren Aktualisierung verbunden sind. Ein Projekt von trafo.K in Kooperation mit Martin Krenn, Peter Larndorfer und der Plattform Geschichtspolitik

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Büro trafo.K arbeitet an Forschungs-/Vermittlungsprojekten an der Schnittstelle von Bildung/Wissensproduktion. Dazu gehören Medien-/Jugendprojekte, künstlerische Interventionen, wissenschaftliche Studien sowie Projekte im öffentlichen Raum. Schwerpunkte: zeitgenössische Kunst, Wissenschaftsvermittlung, Zeitgeschichte.
FAHRRADFAHRT Mi, 11. Mai 2011, 18.30 Uhr: Morzinplatz – Hauptuni – Burgtor am Heldenplatz – MQ