Fathomizing Memory
VBKÖ

SONST WEISS ICH ÜBER DIE MAUER NICHT VIEL ZU SAGEN, AUSSER, DASS SIE UNS GUT EINGESCHLOSSEN HAT


Margarete Schütte-Lihotzky und Friedl Dicker-Brandeis sind die zwei einzigen Künstlerinnennamen, die einer breiteren Öffentlichkeit als Widerstandskämpferinnen bekannt sind. Dicker-Brandeis wurde 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt inhaftiert und gab dort Kindern Kunstunterricht, bevor sie 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Der Erinnerung an diese Künstlerin gilt dieses Ausstellungsprojekt in der VBKÖ.

Die audio-visuelle Rauminstallation von Johanna Tinzl und Stefan Flunger bearbeitet mit unterschiedlichen dokumentarischen Ästhetiken Motive der Gegenwart, die über die Geschichte Terezíns/Theresienstadts erzählen, die mit der Künstlerin Friedl Dicker-Brandeis und den Kindern, die sie dort während ihrer Zeichenstunden begleitet hat, verbunden ist. Die Installation ist in Zusammenarbeit mit den Überlebenden Anna Flachová-Hanusová, Helga Pollak-Kinsky und Ela Stein-Weissberger entstanden, die Schülerinnen von Friedl Dicker-Brandeis im Konzentrationslager Theresienstadt waren.

Die Künstler_innen Johanna Tinzl (geb. 1976 in Innsbruck) und Stefan Flunger (geb. 1969 in Zams) arbeiten seit 2004 zusammen. Bei zahlreichen internationalen Ausstellungen und Beteiligungen stellen sie gemeinsam und einzeln aus http://www.tinzl-flunger.net/.

VBKÖ – Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs | www.vbkoe.org
Die 1910 in Wien gegründete Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) ist die erste Künstlerinnenvereinigung Österreichs. Aus Anlass ihres Jahrhundertjubiläums 2010/11 arbeitet sie zu den Schwerpunkten: NS-Regime, bildende Künstlerinnen, Institutionen, Mit-/Täterinnenschaften, Gedächtnis und Erinnerung.
AUSSTELLUNG: mit Johanna Tinzl/Stefan Flunger, 7. Mai – 20. Juni 2011, Eröffnung am Sa, 7. Mai 2011, 19 Uhr in der VBKÖ: Maysedergasse 2, 4. Stock, 1010 Wien