Reden zur Lage der Nation(en)
Samstag 19.05.2018 18:00 - 19:30

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ÜBER DIE SENDUNG

Episode 6 TERROR UND FALL DES TERRITORIUMS


TERROR UND FALL DES TERRITORIUMS

Die Verbindung von Staat und Territorium galt lange als fixiert, die Welt geteilt durch Grenzen, die klar und unveränderlich sind. Diese Staatsgrenzen markieren scheinbar klare Linien zwischen Innen- und Außenpolitik. Nach dem 2. Weltkrieg versuchte die Internationale Gemeinschaft, diese Grenzen auf Dauer zu stellen und Interventionen ins Territorium souveräner Staaten zu ächten. Die Welt nach dem Kalten Krieg sah eine fortschreitende Schwächung der Verbindungen zwischen diesen Ideen – unter anderem die Intervention im Kosovo und in der Folge eine Reihe von Interventionen, die auf George W. Bushs Erklärung des „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan, Irak, Libyen und kürzlich in Syrien folgten. Diese Interventionen stellen die Souveränität von Staaten innerhalb ihrer Hoheitsgebiete auf die Probe, auch wenn die meisten von ihnen Versuche darstellen, den territorialen Status zu wahren. Die Rede schildert den historischen Hintergrund und stellt die Frage, ob die Staat-Territoriums-Relation dadurch porös wird und was das letztlich bedeuten würde.

Redner STUART ELDEN, Professor für Politische Theorie und Geografie an der Universität Warwick
Respondent*innen GUDRUN HARRER Journalistin und Nahostexpertin und SASKIA STACHOWITSCH, Professorin für Internationale Politik an der Universität Wien

STUART ELDEN ist Professor für Politische Theorie und Geographie, Politik und Internationale Studien an der Universität von Warwick (GB) und Monash Universität (Australien). 2009 veröffentlichte er Terror and Territory: The Spatial Extent of Sovereignty und The Birth of Territory im Jahr 2013, für die er beide mit Preisen ausgezeichnet wurde. Sein neues Buch Shakespearean Territories erscheint im Herbst 2018.

GUDRUN HARRER ist leitende Redakteurin der Tageszeitung "Der Standard", wo sie jahrelang das außenpolitische Ressort führte. Sie hat Arabistik und Islamwissenschaften sowie Politikwissenschaften studiert und unterrichtet Moderne Arabische Geschichte an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien.

SASKIA STACHOWITSCH ist Professorin für Internationale Politik an der Universität Wien und Leiterin des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (oiip). Sie arbeitet zu kritischer Sicherheits- und Militärforschung, feministischen und postkolonialen Theorien der Internationalen Beziehungen sowie zu transnationalen Akteuren wie ‚Frontex’.
Sprache: Deutsch
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Freitag 18.05.2018 18:00 - 19:30
Episode 5 POLITIK DES ANTHROPOZÄNS
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