Musiksendung mit Plauderei und netten Gästen
Donnerstag 01.03.2018 14:00 - 15:00

Bild zur Sendereihe
ÜBER DIE SENDUNG

Birgit widmet sich: Georg Clementi


Musik aus Österreich



Lieder voll Sinn und Sinnlichkeit, die berühren und verzaubern

Liedermacher, Chansonnier, Geschichtenerzähler, Verzauberer: Georg Clementi singt sich mit seinen Zeitliedern von Erfolg zu Erfolg und heimst Chanson-Preise ein. Mit Liedern, die so schön sind, dass die Zeit noch steht, wie es ein Kritiker auf den Punkt brachte. Mit Liedern, die ins Herz, ins Hirn und unter die Haut gehen. Umgeben von Befindlichkeiten, die Lieblingsthemen vieler Liedermacher, schlägt Clementi einen großen Bogen. Er zeichnet ein poetisches Bild des Zeitgeschehens, auch er von Artikeln, Schlagzeilen und Gedankensplittern inspirieren lässt.
Georg Clementi verarbeitet die aktuellsten Themen unserer ZEIT zu Songtexten und macht zusammen mit Sigrid Gerlach am Akkordeon und Ossy Pardeller an der Gitarre packende Musik. Schon im Eröffnungssong „Auf der A3“ treten ein bulgarischer Leiharbeiter, ein Oberstudienrat, ein Dealer und ein Flüchtling auf, obwohl es in dem Chanson um nichts anderes als um eine flüchtige Liebe geht. Das ist großes Kopf-Kino, oder besser Kopf-Theater. Es verwundert nicht, dass das dritte Zeitlieder-Programm vom Salzburger Landestheater produziert wird und dort seine Premiere erlebt.
Clementi schlüpft in seinen Liedern in erstaunlichen Rollen. Er ist „Lazarus“, der Jesus eine Standpauke hält, weil er nicht wiederauferstehen wird. In „Hitze“ beängstigt ihn Mutters Erwärmung für eine Frau nicht weniger als die Erderwärmung. Er hängt an einem nordafrikanischen Grenzzaun und beneidet die Zugvögel („Flügellos“). Und alles ohne Kitsch und Plattitüden, selbst wenn er eine Liebeserklärung macht: „Keine isst Spaghetti so wie du“.
Clementi singt mit viel Humor als großes Machoschwein und geilste Stimme im Männergesangsverein („Küsse die Hand“). Er kann blutjung oder 80 sein („Lied einer alten Frau“), arm oder reich („Der Erbe“) und voller Selbstironie, denn „es geschieht ja nur ganz selten, dass man wirklich etwas weiß“ („Loblied auf die Farbe Grau „).
Und keiner weiß genau, ob er den linksliberalen Demokraten parodiert, wenn er singt: „Ich will, dass alles wieder einfach ist und dass mittendrin die Mitte ist, die Faschisten nicht und kein Rassist. Ich will nur meinen Fairtrade Kaffee!“ – oder ob das wahre Sehnsucht ist.
Wenn Georg Clementi singt, heißt es: Hingehen, zuhören, mitleben!
Zeitlieder 3 live:

FR 10. November 20017 PREMIERE im Salzburger Landestheater, Kammerspiele


Sprache: Deutsch

Eine Sendereihe von: Birgit Denk

NÄCHSTER SENDUNGSTERMIN
Donnerstag 08.03.2018 14:00 - 15:00
Birgit widmet sich: SFYA
Musik aus Österreich
VORIGER SENDUNGSTERMIN
Donnerstag 22.02.2018 14:00 - 15:00
entfällt leider!
Musik aus Österreich
Feedback / Kontaktformular

Name:
Email: *
Nachricht: *
Captcha: *
CAPTCHA
Reload the CAPTCHA code