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Sendung vom 18.05.2018:

Episode 5 POLITIK DES ANTHROPOZÄNS

POLITIK DES ANTHROPOZÄNS

Eine Politik der Natur im Anthropozän kann nicht mehr auf der Ebene von Nationalstaaten organisiert werden. Ihr Subjekt können nicht die vielbeschworenen „Bürgerinnen und Bürger“ einzelner Länder sein, sondern nur die heterogene Gemeinschaft derjenigen, die sich als Bewohner einer begrenzten und fragilen Erde verstehen. Ihr Gegenstand können nicht Anrechte und Freiheiten sein, sondern Lebens- und Wirtschaftsformen, die der Endlichkeit und Instabilität des planetarischen Lebenssystems Rechnung tragen. Welche Art von Souveränität braucht die Erde? Was würde es heißen, Bürger*in des Planeten zu sein?

Rednerin EVA HORN, Professorin für Literaturwissenschaft an der Universität Wien
Respondent*innen DIPESH CHAKRABARTY, Lawrence A. Kimpton Distinguished Service Professor an der Universität Chicago, FRED LUKS, Volkswirt, Publizist, Umweltberater und Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit der Wirtschaftsuniversität Wien, sowie
KATHRIN SOLHDJU, Forschungsprofessorin des belgischen Fonds de la recherche scientifique (FNRS)

EVA HORN ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Wien. Nach ihrem Buch Zukunft als Katastrophe (2014) über das katastrophische Imaginäre der Gegenwart und beschäftigt sie sich im Augenblick mit dem Anthropozän und arbeitet an einer Kulturtheorie des Klimas.

DIPESH CHAKRABARTY Lawrence A. Kimpton Distinguished Service Professor für Geschichte, südasiatische Sprachen und Zivilisationen an der Universität Chicago. Er ist ein führender Denker und Autor einer postkolonialen Geschichtsschreibung. Gegenwärtig forscht er über die Auswirkungen von Forschungen zum Klimawandel für ein historisches und politisches Denken.

FRED LUKS leitet das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Volkswirt, Umweltberater, Journalist und Autor. Dieser Tage erschien von ihm Ausnahmezustand. Unsere Gegenwart von A bis Z.

KATHRIN SOLHDJU ist Forschungsprofessorin des belgischen Fonds national de la recherche scientifique am Institut für Soziologie und Anthropologie der Universität Mons. Beginnend mit der Arbeit zu ihrem letzten Buch L´Épreuve du savoir (Les presses du réel 2015); (deutsch Die Versuchung des Wissens, transcript 2018) engagiert sich ihre Forschung - mit einem Schwerpunkt im Bereich der Medizin – für mögliche Ökologien zwischen profanem und akademischem Wissen.