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FemFriday
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Sendung vom 04.01.2019:

FemFriday#7: Poetic Pilgrimage

Muneera Rashida und Sukina Abdul Noorin bilden seit 2002 das Britische hip-hop duo Poetic Pilgrimage. Die beiden Künstler*innen treten mit politisch zornigen Texten voller Fassungslosigkeit ins Rampenlicht. Und auch wenn es als ihr Alleinstellungsmerkmal gilt so teilen sie ihre Religiosität mit einer Vielzahl an Hiphop-KünstlerInnen wie zum Beispiel bei der letzten Sendung SaRoc.
Sie sind sympathisch verreimt, auch wenn ich mir ein wenig mehr Diva für ein bißchen ausgefuchstere Beats, die es mit den Lyrics der beiden aufnehmen können, gewünscht hätte. Ihnen ist es wichtig, true und authentic zu bleiben. Sie scheinen ein Duo als emanzipatorisches Projekt zu sein und bleiben stehts damit streng hiphop-Regelkonform und betonen durch ihre Präsenz, das sie das diverse Bild junger Muslima mitprägen.
Ihren Protest und ihren Feminismus als starke Schwarze Frauen, die nicht gewillt sind, im ewigen Untergrund zu wandeln, die ihrer Stimme Worte schenken wollen und jene auch einsetzen, stehen sie in der Tradition vieler vor allem männlicher Hiphopper.
Bei Poetic Pilgrimage werden die alten und neuen wiederkehrenden Themen behandelt: Stillstand und Schweigen, Wut und Armut, Gewalt und Sexualität- und genau in jener Reihenfolge. Hier wird Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit thematisiert und es ist kein Schimmer von First-World-Problems. Die Hoffnung schimmert mit.
Domestic Violence, Teenage-Pregnancy und psychische Gewalt.In ihren Texten wird nichts verschwiegen und damit haben sie vermutlich mehr mit der vor ein paar Monaten auftretenden Pilz gemeinsam als es oberflächlich wirken mag.
Denn genauso sind für Poetic Pilgrimage Sisterhood und Freundschaft ein zentraler Fokus in ihrer künstlerischen Arbeit. Der Härte des Business treten sie mit einem alternativen Weg gegenüber. Kommerzialität ist nicht ihr Problem.
In Wien haben sie vor allem unter den jungen intellektuellen Muslima eine große Fangemeinde gefunden. Sistahood everywhere.
Das Gespräch mit Poetic Pilgramage führte wie beim ersten Konzert der FemFriday reihe Tonika Hunter.



Die Femfriday- Auswahl haben auch beim letzten Konzert Maria Herold und Cosima Sindlhofer getroffen.
Maria und Cosima zeichnen verantwortlich für FemFriday, eine Veranstaltungsreihe von Kulturen in Bewegung in Kooperation mit dem Weltmuseum. 

Tontechnik. Prilfisch.
Sendungsgestaltung: Lale Rodgarkia-Dara