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Sendung vom 06.04.2012 0:00:

„Wir haben es satt!“: Gemeinsam für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik

Hintergründe zur Demo am Freitag dem 30. März 2012

Die Agrarindustrie in Europa verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Eine Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der EU steht an und auch in der österreichischen Agrarpolitik müssen die Weichen völlig neu gestellt werden. Deshalb ruft eine Plattform von Umwelt-, EZA- und bäuerlichen Organisationen sowie sozialen Bewegungen zu einer Demonstration für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik am Freitag, 30. März auf.
(Treffpunkt: Freitag, 30. März, 10 Uhr, vor dem Lebensministerium am Stubenring 1)

Auch die österreichische Bundesregierung fördert mit unser aller Steuergelder eine agrarindustrielle Entwicklung, die nicht zukunftsfähig ist und bei der die Bäuerinnen und Bauern auf der Strecke bleiben. Das Höfesterben geht ungebrochen weiter, die landwirtschaftlichen Betriebe werden in einen ruinösen Verdrängungswettbewerb geschickt. Die Agrarindustrie und Raiffeisen wurden bisher mit Millionen Euro an Subventionen bedacht, was die Marktkonzentration dramatisch beschleunigt hat – die Großen müssen noch größer werden, die Kleinen müssen aufgeben. Doch die Chance, diese Politik zu ändern, war noch nie besser. Jetzt werden die entscheidenden Weichen für die Agrarpolitik bis 2020 gestellt.

Wenn auch du die aktuelle Agrar- und Ernährungspolitik satt hast, komm zur Demo am 30. März 2012, 10 Uhr Lebensministerium

Eine neue Agrar- und Ernährungskultur heißt:
• Ja zu einer zukunftsfähigen, bäuerlichen Landwirtschaft!
• Ja zu einer klimaschützenden Landwirtschaft!
• Ja zur Bio-Landwirtschaft als Leitbild für das österreichische Agrarmodell
• Ja zu gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln!
• Ja zum Menschenrecht auf Nahrung und zu Ernährungssouveränität!
• Ja zu einer Ernährungskultur, die Menschen, Tieren und Umwelt ihre Würde bewahrt!

Für eine neue Agrar- und Ernährungskultur fordern wir von der österreichischen Bundesregierung:

• Agrargelder an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
• Heimisches Futter statt importierte Gentechnik-Soja fördern
• Verzicht auf energieintensive Kunstdünger und humuszerstörende Praktiken
• Pestizideinsatz reduzieren, Biodiversität schützen
• Ausbau der biologischen Landwirtschaft
• Natur schützen statt Boden versiegeln
• Respekt für Tiere statt industrialisierter Fleischproduktion
• Nachhaltige Lebensmittelproduktion statt Agrotreibstoffe
• Irreführende Werbung stoppen
• Faire Regeln statt liberalisierte Agrarmärkte, Spekulationen und Exportsubventionen
• Förderung der Vielfalt an Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen, statt Monokulturen
• Patente auf Pflanzen und Tiere verbieten
• Ausbeutung (migrantischer) ArbeiterInnen in der Landwirtschaft verhindern
• Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum einer Reform stehen!



Links:


http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/umweltkontrollbericht/ukb2010/ukb2010_raum/

http://www.umweltbundesamt.at/aktuell/presse/lastnews/newsarchiv_2011/news110608/

http://www.attac.at/wir-haben-es-satt.html

http://www.greenpeace.org/austria/de/aktivwerden/termine/Wir-haben-es-satt/

http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/gentechnik/wirhabenessatt/article-wirhabenessattaustria.htm

http://www.lebensministerium.at/

http://www.lebensministerium.at/ministerium/der-minister.html


Diese Sendung verwendet Musik des „Celestial Aeon Project“ unter der Creativecommons-Lizenz bezogen von jamendo.com. Die Musiktitel heißen „Citadel“ und „Hope for Rebirth“.

http://creativecommons.org/licenses/nc-sampling+/1.0/

Weiters wurden neben großteils eigenen Aufnahmen auch Audiofiles von O-Ton.at verwendet.

Lizenz:

CC

Inhaber_in der Lizenz:

2000er bis 2012

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