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Sendung vom 24.10.2015 16:30:

# Pro-Immigrations- & Emigrationszentrum kommt ins Spiel

Da die derzeitigen Flüchtlingsströme ein Ausfluss der stellvertretenden syrischen Krise sind, weil ein noch globalerer Krieg schüchternerweise mit politischer Schizophrenie geschürt und zugleich gemieden wird, stellt sich die Zivilgesellschaft die Frage, wie es weitergeht?

Kann der soziale Frieden noch erreicht werden, ohne damit die postfaschistische Konstante im Spiel zu haben?

Wie wird zurzeit die Realpolitik der Urheberländer dieser weltpolitischen Krise im Zeichen des Weltexodus “gekocht”?

Nach Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Putin, könne der politische Prozess in Syrien erst beginnen, wenn der Kampf gegen “Terrorgruppen” abgeschlossen ist. Aus russischer Sicht muss dem Feldzug gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien den Bemühungen um eine politische Lösung vorangehen. Der Wurm in dieser Logik liegt darin, dass die Bodenoperationen gegen den IS, die die Russen meinen, von den syrischen Regierungstruppen und den kurdischen Milizen geführt werden sollen. Aber die vom Westen unterstützte freie syrische Armee oder islamische Rebellenverbände, die Ankara unterstützt, werden nicht erwähnt.

So gesehen ist diese “weltpolitische Fraktur”, wie man es am Weltexodus sieht, eine sehr tiefe, vorprogrammierte und langwierige Angelegenheit.

Weil der Rechtspopulismus heute, im globalen Zeitalter, die unmittelbare stellvertretende Funktion des Postfaschismus innehat und da er vom Rückspiegel aus gesehen auf der Überholspur ist und sich nähert - getting closer and closer -, ist die Kohabitation von Demokratie und Postfaschismus ein baldiges Modell des sozialen Unfriedens. Aus diesem Grund wurde das “Pro-Immigrations- & Emigrationszentrum” gegründet. Jede Organisation und jeder Mensch, der gegen Fremdenfeindlichkeit steht, ist willkommen, auf eigene Weise mitzuwirken.

Dazu diskutieren:

Madge Gill Bukasa (Executive Director The Global Player, We The People)

DI Gilbert Moyen (Freier Denker)

Cyril Chima Ozoekwe (JournaIist The GobaI PIayer, We The PeopIe)

Simone Prenner (Vorsitzende ENARA)

Sintayehu Tsehay (Radio Ethiopia)

Moderation: Di-Tutu Bukasa