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Sendung vom 05.12.2015 16:30:

# Asylnovelle im Licht der autochthonen Volkstumsmentalität

# Asylnovelle im Licht der autochthonen Volkstumsmentalität

Wenn man davon ausgeht, dass Europa nur 7% der Weltbevölkerung stellt und nur 25% der globalen Wirtschaftsleistung trägt, aber die Hälfte der weltweiten Sozialausgaben in Anspruch nimmt, dann braucht man kein Abitur, um zu verstehen, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann. Man merkt, wie bequem sich Europa in seinem Wohlstand eingerichtet hat. Jenseits des „automanischen“ Erdogan –Double Standard-Spiels, nämlich billige Ölgeschäfte mit dem IS zu machen, um sie zu bereichern einerseits und andererseits Druck ausübt, indem er bei den europäischen Partnern (Natomitgliedern) Flüchtlingsströme dosiert und damit vermittelt, dass die Türkei unentbehrlich ist, zeigen die Maßnahmen der beiden Länder Österreich und Deutschland, nämlich die österreichische Asylnovelle und der deutsche subsidiäre Schutz, dass sie nach wie vor auf Diskriminierung drängen ohne eine Korrektur der Kurse zu fokussieren. Europa führt somit eine Flüchtlingspolitik, die eine Wiederkehr der Nationalstaaten, welche ihre eigenen Interessen im Blick haben, um den Preis der europäischen Werte. Dabei geraten selbst Säulen des Europäischen Hauses, wie das Schengen-System, also die Reisefreiheit, ins Wanken. Man merkt, dass nach wie vor die verpflichtende Integrationsmaßnahme – vor allem seitens des autochthonen Volkstums- fehlt, wie an Hand des Globalisierungsdiktums die Vergesellschaftung und Vergemeinschaftung der Jugendlichen in Anspruch genommen wird, sei es in der Schule, den Medien, den parteipolitischen Werten.


Dazu diskutieren:

Madge Gill Bukasa (Executive Director The Global Player, We The People)
Cyril Chima Ozoekwe (JournaIist The GobaI PIayer, We The PeopIe)
Simone Prenner (Vorsitzende ENARA)
Sintayehu Tsehay (Radio Ethiopia)
Moderation: Di-Tutu Bukasa