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Sendung vom 10.05.2016 21:00:

Queer Ways

Donaufestival Special, Interview w/ Roberta Lima (English)

Wir waren am ersten Donaufestival Wochenende und hatten das Vergnügen mit Roberta Lima über ihre Installation und Performance "Queer Way" zu sprechen.
Umrahmt wird das Gespräch von Musik. Einmal von Pêdra Costa (aka Solange, tô aberta!) selbst Performer_in bei der Eröffnung von "Queer Ways". Auch am Donaufestival und bei uns zu hören sind Fatima Al Quadiri und Station Rose.
Außerdem gibt es noch Musikmitbringsel von VJ AZZ, die bei der letzten Sendung zu kurz gekommen sind: The Bug feat. Warrior Queen, jUN_DE_電子.
Und zum Schluss noch eine Neuerscheinung des japanischen instrumental-experiment Trios Nissenenmondai.

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Infos zur Performance:
Roberta Lima – Queer Way
INSTALLATION 
Uraufführung Donaufestival April 2016
In ihren Performances stellt Roberta Lima tradierte Konzepte von Schönheit zur Diskussion, indem sie klassische Modernismen mit Kabeln, Kameras, Monitoren, Projektionen und anderen Geräten konterkariert. Gegenwärtig visualisiert die Künstlerin Produktionsbedingungen auf dieselbe Art, wie sie das in ihren früheren Performances mit ihrem Körperinneren getan hat. Limas aktuelle Arbeiten beziehen sich auf den technischen Aspekt ihrer Reflexionen über Body Politics - den zumeist weiblichen Körper als Politikum - um den Raum zu gestalten. Dazu manipuliert sie die Formensprache von Minimal Art und Architektur, wie den Kubus oder den Zylinder in den Arbeiten „Displacement, White Box New York, 2012“ und „Future Past Light Cones, MUSAC León / Spanien, 2015“. Diese Elemente werden durch feministische Aktionen approbiert – was wiederum zum Ziel hat, den spezifischen Handlungsort von Architektur und Kunst freizugeben, indem Lima ihn mit ihren Handlungen kontaminiert. Zum donaufestival kehrt  sie mit der Arbeit „Queer Way“ zurück, einem queeren Fluss, der sich im starken Gegensatz zum zirkularen Kreuzgang des Minoritenklosters definiert. Dazu erschafft sie so genannte „Objects of Seeing“, mit dem Ziel ihre eigenen Erfahrungen als Migrantin und Feministin öffentlich zu machen. Sie beschreibt ihre Skulpturen als statische Objekte, die mittels körperlicher Interaktion in Bewegung gesetzt werden können. Die Skulpturen, wie auch der migrantische Körper selbst, haben Schwierigkeiten sich im vorgegebenen, fixen geometrischen Rahmen frei zu bewegen. Mit den „Objects of Seeing“ verbindet Roberta Lima den Innenhof mit dem überdachten Kreuzgang und ermöglicht so einen veränderten Blickwinkel auf die Dinge und Menschen im Hof. Sie versucht einen Bruch des Raumes herbeizuführen, indem sie seine Funktion umwertet und die Dekonstruktion kolonial wie religiös vorherbestimmter Muster und Zwänge beschwört.

http://www.donaufestival.at/


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Artists:

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Roberta Lima
http://www.robertalima.com/
http://www.donaufestival.at/festival/programm/16/roberta-lima/roberta-lima-29.04.2016-7
Pêdra Costa / Solange, tô aberta!

https://m.facebook.com/xpedrocostax
https://soundcloud.com/solangetoaberta
https://www.facebook.com/solangetoaberta/


Fatima Al Qadiri
http://fatimaalqadiri.com/
jUN_DE_電子
https://soundcloud.com/jun-de
Station Rose
http://www.stationrose.com/

The Bug feat. Warrior Queen
https://soundcloud.com/xpiotiva/the-bug-poison-dart-feat-warrior-queen

Nisennenmondai
https://nisennenmondai.bandcamp.com/



Playlist / Zusatzinfo:

1) Fatima Al Qadiri – „Power“ – Brute
2) jUN_DE_電子 – „(WhiteEyesOneHalf)feat 女性閱聽眾“
3) Station Rose – „Strib 08“ – Even Stribber EP
4) Sta! Solange, tô aberta! – „Fuder Freud“
5) The Bug feat. Warrior Queen – „Poison Dart“ – Poison Dart EP
6) Nisennenmondai – „#5“ – #N/A