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Kapitalismuskritik
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Sendung vom 17.07.2019:

Lateinamerika heute: Ecuador, Teil 2 – Öl, Dollars und Souveränität

Über den begrenzten Spielraum des Politik-Machens

Der Dollar als Währung Ecuadors, die von einer anderen Macht kontrolliert wird.
Im Verfassungsprojekt Rafael Correas wird diese Einschränkung der Souveränität nicht zur Sprache gebracht und auch sonst wird nirgends von maßgeblicher Stelle die Währungspolitik und Fremdwährung diskutiert.

Die Aufgabe der ecuadorianischen Nationalbank besteht also darin, den Umlauf einer Fremdwährung im Land zu kontrollieren.
Die ecuadorianischen behörden dürfen anscheinend nur kaputte Scheine ersetzen. Außerdem sind die großen Banknoten genehmigungspflichtig, die werden nicht frei ausgegeben.

Einiges zum Erdöl – dessen Gewinnung verschmutzt und zerstört die Lebensgrundlagen der Bewohner der Gegenden, wo es abgebaut wird.

Der Bankrott Ecuadors nötigte viele Ecuadorianer zur Emigration. Ca. 2 Millionen verließen das Land, und gingen vor allem nach Spanien, das damals wegen des Immobilienbooms Arbeitskräfte in der Bauindustrie brauchte.

Die Turbulenzen rund um die Einführung des Dollar. Die Inflation des Sucre. Der Umwechselkurs Euro-Sucre – 1 $ für 25.000 Sucre – eine starke Einschrnkung der Konsumtionsmöglichkeit, d.h., eine Verarmung der ganzen Bevölkerung.

Die Einführung des Dollars in Ecuador hat auch den Handel mit Kolumbien zurückgehen lassen, weil die ecuadorianischen Waren jetzt zu teuer sind, sodaß es inzwischen einen eher einseitigen Shopping-Tourismus nach Kolumbien gibt.

-- Exkurs: Kolumbien ist ein relativ erfolgreicher Kapitalstandort geworden, weil es erstens rücksichtslos gegen Umwelt und Bevölkerung vorgeht – Verschmutzung und Vertreibung sind dort gang und gäbe – und zweitens nie mit der Verschuldungsproblematik zu kämpfen hatte, weil es nie Kredit erhielt. --

Migration und Tourismus als zusätzliche Einnahmequellen Ecuadors.

Der Kampf um die Macht – turbulente Präsidentenwechsel in der Geschichte Ecuadors. Von Eloy Alfaro bis Jamil Mahuad

Die Indigenen und ihre Verbände. Die Protestkultur in Ecuador – lebhaft und mit großer Beteiligung.

Rafael Correa – Anhänger der „Theologie der Befreiung“. Deren Ursprünge und Verlaufsformen.

Der erste Teil dieser Sendung ist hier archiviert:
https://cba.fro.at/418253

Playlist / Zusatzinfo:

Amelie und Jeimy | Ecuador 2 | 40 Minuten || Rio Mira: Adios Morena | Augua || Bomba del Valle de Chota: Ecuador | Leo Rojas: El Condor Pasa

Zum Nachhören