la voz de america latina y el caribe
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Sendung vom 11.08.2020 20:00:

Feminizide in der Türkei -Ereignisse rund um 24.06.2020

Live Übertragung

Der tödliche Gewalt an Frauen in der Türkei sprengt den Rahmen der vermeinten häusliche Gewalt die diese in der Privatsphäre ansiedelt, viel mehr tut die Politik ins Privatleben eingreifen. Häusliche Gewalt und Feminizide sind in der Türkei ein tief verankertes gesellschaftliches Problem. Dagegen hält die Istanbuler Konvention, ein internationales Abkommen, das die Türkei 2012 als erstes Land ratifiziert hat. Es ist das erste weltweit verbindliche Abkommen gegen Gewalt an Frauen. Nun diskutiert die türkische Regierung, aus dem Abkommen auszutreten. Aus Protest gingen gestern Tausende Frauen in mehreren Städten auf die Straße. Zwischen 2002 und 2009 hat sich die Zahl der ermordeten Frauen drastisch erhöht (für diesen Zeitraum um 1400 %). Dies wird von einigen Wissenschaftlern auf die konservative Politik der regierenden AKP und der erhöhten Stellung religiöser Werte für das Alltagsleben des Bürgers zurückgeführt, da nach klassischer Koranexegenese Gewalt gegen Frauen unter Umständen religiös sanktioniert wird. 474 Femizide gab es demnach im Jahr 2019. Eine der aktivsten zivilgesellschaftlichen Bewegungen in der Türkei ist die Frauenbewegung. Vor allem in den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir gibt es zahlreiche Organisationen, die sich für Frauenrechte einsetzen.

Rund um der Untergrabung des Thema Feminizide in der Türkei und weltweit haben wir heute feministische Aktivistinnen in unsere Sendung zur Gast die aufgrund der Ereignisse ab 24.06.2020 in Wien berichten werden.

Playlist / Zusatzinfo:

1. Vorstellen des Sendeinhaltes
2. Gästinnen
3. Live Übertragung
4. Musik: Türkisch -Kurdisch

Lizenz:

Zoraida Dairiela Nieto Hernández

Inhaber_in der Lizenz:

zoraida.nieto@yahoo.de

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