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Sendung vom 22.10.2021 17:00:

Andi 177

Marsch fürs Leben versus #marschfürnarsch

Sendungskoordination: Stefan Resch

Marsch fürs Leben versus #marschfürnarsch | Petition für eine Reform der MA 35 | Wasserkrise in Syrien und im Irak | Kurznachrichten


Marsch fürs Leben versus #marschfürnarsch
Seit 1975 gibt es das Gesetz der Fristenlösung, dafür haben sich einst zahlreiche Frauenrechtlerinnen eingesetzt. In Österreich ist innerhalb der ersten drei Monate oder wenn es medizinischen Gründe gibt ein Schwangerschaftsabbruch möglich. Der „Marsch fürs Leben“ der am 16.10.2021 in Wien stattfand, will erreichen, dass Schwangerschaftsabbrüche schwerer möglich sind und auch unter Strafe gestellt werden. Die Forderung der radikal christlichen Gemeinschaft wird von Politiker*innen der ÖVP und der FPÖ sowie dem Österreichischen Cartellverband unterstützt.
Die Pro Choice Aktivistinnen, eine Plattform für freien Schwangerschaftsabbruch riefen zur Gegendemo auf. Unterstützt wurden sie von der Österreichischen Hochschüler*innenschaft. Eine der Aktivistinnen schildert die Ereignisse der Demo.
Beitragsgestaltung: Anita Pitsch mit Tonmaterial von Gerhard Kettler

https://marschfuernarsch.noblogs.org

Petition für eine Reform der MA 35
Die Abteilung für Einwanderung und Staatsbürgerschaft der Stadt Wien steht seit langem in der Kritik. Herabwürdigende und beleidigende Behandlung der Antragsteller*innen wird der Behörde ebenso vorgeworfen wie monatelange Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen. Aus Protest gegen diese Zustände hat Laura B. eine Petition für die Reform der MA 35 gestartet. Stefan Resch hat für ANDI mit ihr gesprochen. Auf aufstehen.at unterstützen bereits mehr als 8.700 Menschen die Petition „MA 35 – Reform Jetzt“ mit ihrer Unterschrift.

https://mein.aufstehn.at/petitions/ma35-reform-jetzt

Wasserkrise in Syrien und im Irak
Wegen steigender Temperaturen, extremer Dürren und Wassermangels steht das Ernährungssystem im Irak und in Syrien vor dem Kollaps. Der Fluss Euphrat fließt durch Syrien und Irak und sichert normalerweise die Grundversorgung vieler Menschen. In den letzten Jahren ist der Wasserspiegel jedoch drastisch gesunken. Fünf Millionen Menschen in Syrien und sieben Millionen Menschen im Irak sind direkt davon betroffen. Ihnen fehlt es an Strom, Nutz- und Trinkwasser. Auch Gesundheitsvorsorge ist unter diesen Bedingungen kaum möglich, die Zahl an Covid19-Fällen und Cholera-Ausbrüchen steigt.
Zwei Expertinnen aus der Region von der Hilfsorganisation Care berichten über die Situation vor Ort, von den Folgen des Klimawandels und der durch den Krieg zerstörten Infrastruktur. Sie warnen: das Leben von mehr als 12 Millionen Menschen ist in Gefahr.
Beitragsgestaltung: Luisa Niemann

Kurznachrichten
Zwei Prozesse gegen Polizisten in Wien zum Verhalten bei der Klimademo 2019
Unrechtmässige Verordnung zum Ausgangsverbot im Lager Traiskirchen im April 2020
Meinl am Graben mit verändertem Logo wiedereröffnet