O94SPEZIAL
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Sendung vom 08.08.2005 13:00:

Zapatista: Autonomie leben

Vor mehr als 11 Jahren erhoben sich im Süden Mexikos die Zapatistas, um der seit 500 Jahren andauernden Ausbeutung, Unterdrückung und Marginalisierung ein Ende zu bereiten. Auch wenn der mexikanische Präsident Vincente Fox sagt, die Zapatistas gäbe es nicht mehr und in Chiapas herrsche Frieden, sind noch immer ein Drittel der Bundesarmee in Chiapas stationiert. Insbesonders die mehrheitlich indigene Bevölkerung leidet auch weiterhin unter Militärkontrollen, Paramilitär, Hunger und dem mangelhaften Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Dem setzen die Zapatistas durch ihr Konzept des "gehorchenden Regierens" eine alternative, vom Staat unabhängige Idee des Zusammenlebens entgegen.