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Sendung vom 15.05.2006 20:00:

171. radio%attac - Sendung

1. Hugo´s Popshow - Gedanken zur Rede von Hugo Chavez 2. F. Wurtz - Integrationspol. in Lateinamerika und Europa 3. T. Costello - Gewerkschaften in den USA 4. A. Klein - Europäische Mindestlöhne

Dieses Mal gibt’s Interviews und Mitschnitte vom 2. Alternativengipfel, der von 10. - 13. Mai, etwa zeitgleich mit dem Lateinamerika-Gipfel, in Wien stattfand.

1. Die „Hauptacts“ des Alternativengipfels waren Hugo Chavez und Evo Morales, der Präsident von Bolivien, der vor kurzem seine Ölreserven verstaatlicht hat. Die Ansprache von Chávez am Freitag dem 11. Mai in der Wiener Arena hat hoffentlich seine letzten ernstzunehmenden Befürworter nachdenklich gestimmt. Nachdem ein beängstigend aggressiver „Vorredner“ mit brachialer Stimme alle (2!) Slogans ins Mikrophon gebrüllt hatte, die er auswendig konnte und nach einer kurzen inhaltsleeren Ansprache von Aleida Guevara, der Tochter von Che, kam endlich Hugo, etwa 4 Stunden zu spät. Seine Rede übertraf an Banalität alles, was zuvor stattgefunden hatte. Die Jugend sei die Zukunft und die Zukunft sei wichtig, Lesen sei wichtig, Jesus war der erste Revolutionsführer und das nordamerikanische Imperium überhaupt. Das waren so ungefähr die Grundaussagen von einer einstündigen Rede, vielleicht war sie auch länger, wir gingen dann etwas essen, mehr Inhalt wurde mit Sicherheit nicht transportiert. Leider war Hugo nicht der einzige, der am Alternativengipfel mit Binsenweisheiten um sich geworfen hatte, auch die anderen Abendveranstaltungen waren bewusst populistisch inszeniert, obwohl die Zuhörerschaft überwiegend aus Studenten und Experten bestand. Hugo`s Popshow war aber mit Sicherheit Höhepunkt und Umschwung dieser Reihe an tragikomischen Abendveranstaltungen. Zum Glück gab es auch noch andere Foren und Workshops, die eine große Bandbreite an Themen bearbeiteten und dabei nicht den Fehler machten, das Publikum zu unterschätzen.


2. Francis Wurtz: Integrationspolitik in Lateinamerika und Europa

Ein gutes Beispiel dafür war Francis Wurz, der Vorsitzende der Fraktion d. Vereinten europäischen Linken im Europäischen Parlament. Er sprach am 11. Mai in der Urania über Integrationspolitik in Lateinamerika und Europa. Die neue Weltordnung, so die zentrale These des Vortrags, habe die Frage der Demokratie und der Menschenrechte nicht gelöst.


3. Tim Costello: Gewerkschaften in den USA

Es gibt auch Gewerkschaften in den USA. Wenn auch nicht sehr viele. Tim Costello von der North American Alliance for Fair Employment war jahrzehntelang Gewerkschaftsführer in den USA und arbeitet jetzt als Berater von Gewerkschaften. In einem Interview mit Johannes Steinbock erzählte er über die Lage der Arbeiter und über Chancen auf eine Änderung der derzeitigen Situation.


4. Angela Klein: Europäischer Mindestlohn

Angela Klein ist beim Netzwerk „europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung“. Dieses tritt u.a. für einen europäischen Mindestlohn ein. Zur Umsetzung dieser Forderung müssten u.a. die Gewerkschaften europaweit für solche eintreten. Andreas Lehrner von radioattac wollte wissen ob die Gewerkschaften derzeit über genug Kraft und Willen verfügen, um dieser Forderung zur Durchsetzung zu verhelfen. Angela Klein:


Verabschiedung:

Nächstes Mal gibt’s weitere Beiträge vom Alternativengipfel sowie einige Beiträge über das vierte Europäische Sozialform in Athen.

Mitgearbeitet haben:
Gerhard Gutschi, Andreas Lerner, Angelika Hofmann, Johannes Steinbock, Nada Zerzer und Marin Bors. Auf Wiederhören.