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Sendung vom 26.06.2006 20:00:

177. radio%attac - Sendung

1. Anti - Amerika 2. Shirin Ebadi und Jodie Williams – ein Gipfeltreffen der anderen Art 3. Eindrücke und Interviews von den Bush-Demos letzter Woche

1. Anti-Amerika

Wer die Demos letzten Woche mitverfolgt hat, kommt hoffentlich wiedereinmal mit uns zum Schluss dass unsere Zivilgesellschaft noch immer – wie sagt man das am besten – ein bisschen unreif ist. Gegen den bösen Bush gehen tausende auf die Straße, wenn es aber um Dinge geht, die eine Spur komplizierter sind als Anti-Amerika-Hass-Tiraden-brüllend durch jene Straßen zu laufen, in denen man normalerweise shoppen geht – dann sind die Demonstranten nicht mehr so zahlreich. Deshalb nun eine kurze „anti-Bush ist nicht anti-Amerika“ - Predigt von Cindy Sheenan und danach zur Situation der Medien und des demokratischen Systems der Vereinigten Staaten.
Cindy Sheenan will nicht, dass diese Antikriegsdemos auf den Krieg beschränkt bleiben, es sollen Friedensdemos werden, die den Krieg überleben. Das sei auch der Fehler der 68er-Bewegung gewesen. Nach dem Krieg war auch bald die Bewegung wieder futsch. Die Bewegung muss die Wurzeln dieses Konfliktes analysieren. Für Sheenan ist eine dieser Wurzeln die amerikanische Plutokratie. Der Politologe Peter Filzmaier wird das analysieren.
Neben natürlich noch grundliegenderen Problemen wirtschaftlicher Natur - die einen nennen das Problem einfach Kapitalismus, die anderen extensives Akkumulationsregime oder Militärkeynesianismus – neben diesem sehr grundlegenden Problem, sieht Sheenan die erstarkende Bewegung vor allem durch die gleichgeschaltete Medienlandschaft bedroht.


2. Shirin Ebadi und Jodie Williams – ein Gipfeltreffen der anderen Art

Ein Gipfeltreffen der anderen Art fand in Wien statt. Die beiden Friedens-Nobelpreis-Trägerinnen Shirin Ebadi und Jodie Williams trafen sich in Wien, um die brennende Situation eines weiteren drohenden Krieges im Nahen Osten zu besprechen.
Als Vertreterinnen der Zivilgesellschaft der beiden betroffenen Länder – Iran und USA – ist ihr Plädoyer ausschließlich für Verhandlungen, denn Kriege führen, um die Machtgelüste zweier Regierungschefs zu befriedigen, ist angesichts der weltweiten Ungleichheiten, nicht der richtige Weg.


3. Eindrücke und Interviews von den Bush-Demos letzter Woche.
Diesen Beitrag gestaltete Judith Steinbock



Mitgearbeitet haben Judith und Johannes Steinbock, Angelika Hofmann und Gerhard Gutschi.
Auf Wiederhörn!