Tierrechtsradio
Zur Übersichtsseite von Tierrechtsradio.
Sendung vom 03.08.2007 11:00:

Jagd

Ein ehemaliger Jäger und ein Aktivist erzählen von ihren Jagderlebnissen. Fakten zur Jagd.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 27. JULI – 2. AUGUST 2007

Kleider Bauer Demos.
Am 27. Juli wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 28. Juli gabs entsprechende Demos an denselben Orten sowie zusätzlich in Linz Landstrasse und Graz Murgasse.

Tierrechtsdemos.
Am 27. Juli protestierten einige TierrechtlerInnen anlässlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele vor dem Festspielhaus für Tierrechte und gegen Hummermissbrauch und Stierkampfverherrlichung durch die High Society.
Am 28. Juli wurde am Stefansplatz in Wien für Tierrechte demonstriert.
Am 30. Juli gabs eine Tierrechtsdemo anlässlich des Pink Konzerts vor der Grazer Stadthalle.

Tierrechtsverein wirft Innenminister vor, Lügen zu verbreiten.
In einer weiterhin auf der Webseite des Parlaments abrufbaren Anfragebeantwortung der Grünen stellt der Innenminister den Verein Gegen Tierfabriken VGT als gewalttätig dar. Die "Fakten", die er als Begründung dafür anführt, sind nach Ansicht des VGT nachweislich falsch. Eine Klage des VGT gegen den Innenminister auf Widerruf und Unterlassung wurde Ende Juli vom Handelsgericht Wien abgewiesen. Begründung: Der Innenminister ist gegen derartige Klagen aufgrund seiner Position immun. Als einer der höchsten Vertreter Österreichs, der aufgrund dieser Funktion eben auch durch eine Immunität rechtlich geschützt ist, habe der Innenminister eine viel höhere Verantwortung dafür, dass seine Aussagen gewissenhaft recherchiert und richtig sind, meint der VGT. Ebensohoch wie das in ihn gesetzte Vertrauen, muss aber auch der ethische Maßstab sein, an dem sein Verhalten zu messen ist. Dieses Vertrauen dürfe der Innenminister nicht missbrauchen oder leichtfertig damit umgehen. Diese vom Innenminister aufgestellten falschen Behauptungen über den VGT, würden dem Verein schweren Schaden zufügen. Mangels irgendwelcher anderer Mittel wandte sich der VGT daher am 27. Juli in einem offenen Brief an den Innenminister und forderte ihn auf, die von ihm verbreiteten Lügen zu widerrufen.

35% Zuwachs bei Farmnerzen in China.
Die chinesische Pelzfarmindustrie zeigt weiterhin steile Zuwachsraten und ist bereits die größte der Welt, allerdings nur bei Nerzen, nicht mehr bei Füchsen. Trotzdem mangels Regulierung keine sicheren Zahlen existieren, gab die Europäische Pelzfarmervereinigung am 31. Juli bekannt, dass im Jahr 2007 in China mindestens 16 Millionen Farmnerze getötet werden, was einem Zuwachs von 35% im Vergleich zu 2006 entspricht. Allerdings wird die Anzahl der getöteten Farmfüchse wahrscheinlich um 70% auf 1,2 Millionen zurückgehen. Die Todeszahlen bei Waschbären in chinesischen Farmen steigen im Vergleich zu 2006 um 85% auf 6,5 Millionen an.

2000 Fasane befreit – 150.000 Euro Schaden.
Am 23. Juli wurden hunderte Meter Zaun von 10 Großvolieren der Fasanerie Roncrone in Como in Italien aufgeschnitten und 2000 Fasane befreit. Die BesitzerInnen geben einen Schaden von 150.000 Euro an und verdächtigen TierrechtlerInnen als TäterInnen.

Kanada gegen Belgien vor WTO.
Weil Belgien als erstes Land der Welt im April 2007 den Import aller Robbenprodukte verboten hatte, brachte Kanada am 1. August eine Beschwerde bei der WTO gegen Belgien ein. Der kanadische Wirtschaftsminister David Emerson betonte, dass Ottawa ein Tribunal wegen Verletzung der Freihandelsabkommen einberufen würde, wenn Belgien bei den Gesprächen auf WTO Ebene keinen Rückzieher mache und die Robbenproduktimporte wieder erlaube.

Indisches Höchstgericht verbietet Stierkämpfe.
In der südindischen Provinz Tamil Nadu finden alljährlich im Jänner Stierkämpfe und Stierrennen im Rahmen des Erntefestes statt. Der indische Tierschutzrat brachte die Praxis der Stierkämpfe vor das Höchstgericht und argumentierte, sie würden der friedlichen, gewaltfreien Tradition Indiens widersprechen. Am 28. Juli gab das Höchstgericht in Neu Delhi dem Tierschutzrat recht und ein Verbot gegen alle Stierkämpfe und Stierrennen aus.

Künstliche Haut ersetzt Tierversuche für Kosmetik.
Bis 2019 müssen gemäß der neuen EU-Chemikalienrichtlinie "Reach" mehr als 10.000 Kosmetik-Chemikalien auf Hautirritationen getestet werden. Gleichzeitig verbietet die EU-Kosmetikdirektive von 2009 an den Gebrauch von Versuchstieren für solche Tests. Laut französischen ForscherInnen konnte nun erstmals gezüchtete Haut Tierversuche für bestimmte Tests voll ersetzen. Die Entwicklung namens Episkin habe die Zulassung für Tests auf Hautirritationen durch Kosmetikprodukte erhalten und sei der erste vollständige Ersatz für Tierversuche. Für das Episkin-Verfahren nutzen die ForscherInnen bestimmte Hautzellen, die bei Brustoperationen übrig bleiben. Diese Keratinozyten lässt das Team auf Kollagen wachsen, dem Stütz-Eiweiß und Hauptbestandteil des Bindegewebes. Laut New Scientist vom 28. Juli haben unabhängige Tests gezeigt, dass Episkin die Hautreaktion genauer voraussagen kann als Tierversuche. Darüber hinaus biete die gezüchtete Haut weitere Vorteile: So lasse sie sich mit Hilfe von UV-Strahlung künstlich altern, und durch die Zugabe von Melanozyten werde sie sogar braun.

Vorankündigungen:

Kleider Bauer Demos: Freitag ab 13 Uhr Wien Mariahilferstrasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumsstrasse. Am Samstag ab 10 Uhr in Wien Mariahilferstrasse und Linz Landstrasse, ab 12 Uhr Graz Murgasse und ab 14 Uhr Innsbruck Museumstrasse.
10. – 13. August internationales Grassroots TR-Gathering in Appelscha in Nord-Holland, www.ar2007.info
Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 13.+14. Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und 17.+18. November Wien