Tierrechtsradio
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Sendung vom 07.09.2007 11:00:

Rinderhaltung in Österreich

Eine Aktivistin berichtet über die gängige Haltung von Milchkühen, Kälbern und Jungstieren in Österreich. In der konventionellen Haltung hat sie grauenhafte Missstände dokumentiert.

TIERRECHTSNACHRICHTEN VON 31. AUGUST - 6. SEPTEMBER 2007

Kleider Bauer Demos und Aktionen.
Am 31. August und 1. September wurde vor den Kleider Bauer Filialen in Wien Mariahilferstrasse und Innsbruck Museumstrasse gegen Pelz demonstriert.
Am 1. September gab es zusätzlich eine Demonstration vor der Kleider Bauer Filiale in Linz. In Graz wurden vor Kleider Bauer Filialen Flugblätter verteilt.

Tierrechtsdemos.
Am 31. August informierten AktivistInnen am Hauptplatz in Graz über Tierrechte im Rahmen einer Kundgebung. Am 1. September wurden am Stephansplatz in Wien Tierrechtsfilme mit Videobeamer gezeigt.

Welpenhandel.
Recherchen von TierrechtlerInnen ergaben, dass es verstärkt zu Importen von Hundewelpen nach Österreich kommt. Von 150 Welpen pro Wochenende ist die Rede. Kritisiert wird die Massenvermehrung der Hunde. Die Zuchthunde werden nicht im Familienverband gehalten, sondern in Zwingeranlagen. Die Anbindung und damit die Sozialisierung mit Menschen ist mangelhaft, die Zustände sind unhygienisch. Die Zucht-Hündinnen werden in kürzesten Abständen immer wieder geschwängert, körperlich ausgezehrt und überlastet. Die Welpen werden zu früh von der Mutter getrennt, in Privatautos über die Grenze geschafft und auf Parkplätzen als billige Rassehunde verkauft. Die Hunde sind oft krank und verhaltensauffällig, die Papiere sind oft gefälscht. Gefordert werden nun verschärfte gesetzliche Regelungen, um diesem Geschäft einen Riegel vorzuschieben.

EU-Parlament unterstützt die Beendigung von Tierversuchen an Primaten.
Am 6. September nahm das europäische Parlament mehrheitlich eine schriftlichen Erklärung an, die die Kommission und den Rat auffordert, Versuche an Großen Menschenaffen, also Schimpansen, Bonobos, Gorillas, Orang Utans, sowie an wildgefangenen Primaten sofort zu verbieten. Für Versuche mit allen anderen Primaten soll ein fixer Zeitplan festgelegt werden, in dem diese durch Alternativen ersetzt werden müssen. Alle österreichischen EU-ParlamentarierInnen unterstützten die Deklaration. In Österreich sind zwar seit 2006 Tierversuche an Menschenaffen verboten. Andere Primaten aber, nämlich Meerkatzen, werden allerdings auch in Österreich für Tierversuche gezüchtet und verwendet, so z.B. für Tierversuche in der Allergieforschung.

VfGH: Elektrohalsbänder für Hunde bleiben verboten.
Ein Jäger der Hundeausbildungskurse anbietet, bekämpfte das Tierschutzgesetz beim österreichischen Verfassungsgerichtshof: Das Verbot von Elektrohalsbändern zum Abrichten von Hunden würde nicht dem Gebot der differenzierender Regelungen entsprechen und würde weiters auch sein Eigentumsrecht verletzen, denn seit das Tierschutzgesetz 2005 in Geltung sei, könne er weder die Geräte vertreiben noch Kurse zur Verwendung anbieten.
Die Verfassungsrichter folgten nicht der Argumentation des Jägers sondern bestätigten das gesetzliche Verbot von Telereizgeräten als verfassungskonform. Das Verbot von Telereizgeräten wäre eine angemessene Maßnahme um Tierquälerei zu unterbinden und eine Eigentumsrechtsverletzung des Jägers liege nicht vor, da der Antragsteller seine Hundeausbildungskurse auch unter Einsatz anderer erlaubter Hilfsmittel weiter anbieten könne.

Hybriden zwischen Menschen und anderen Tieren bewilligt.
Die britischen Behörden gaben grünes Licht für die Züchtung von Hybrid-Embryonen aus Menschen und anderen Tieren zu Forschungszwecken. Dabei wird das Erbgut menschlicher Zellen in Eizellen von anderen Tierarten eingebracht. Die Mensch-Tier-Mischlinge würden aber niemals in eine Gebärmutter implantiert, ausgetragen und geboren werden, sondern sollen jeweils noch in einem frühen Stadium getötet werden.

Passau: Buttersäure gegen Pelzgeschäft.
In der Nacht auf den 3. September wurde Buttersäure in das Pelzgeschäft Marena Moden in Passau gesprüht. Der geruchsbelästigende Stoff bretete sich im gesamten Geschäft aus und erreichte auch die Pelzware. Es wird von einem Schaden von mehreren 100.000 Euro gesprochen.

VegetarierInnen haben höhere Schulbildung.
Eine wissenschaftliche Untersuchung des FH-Studienlehrgangs für Unternehmensführung und Management der WKO Wien kam zu dem Ergebnis, dass VegetarierInnen im Durchschnitt eine höhere abgeschlossene Ausbildung als die Durchschnittsbevölkerung haben. Der Fleischverzicht unter den Höhergebildeten gehe auf ein ausgeprägteres Gesundheitsbewusstsein sowie auf ethische Überlegungen zurück. 70% aller VegetarierInnen seien Frauen. Die Ergebnisse dieser österreichischen Studie decken sich mit international vergleichbaren Arbeiten und den Ergebnissen des EU-Eurobarometers von 2005.

Vorankündigungen:
Symposium „Tierschutz im Islam“
Am 13. September 2007 wird ein Symposium zum Thema „Tierschutz im Islam“ abgehalten. Die Veranstaltung findet in der Neustiftgasse 117, 1070 Wien, im Islamologischen Institut von 10.30 bis 17.00 Uhr statt. Der Teilnahmebeitrag beträgt 5 Euro. Sprechen werden unter anderem Dir. Mag. Amir Zaidan, DI Mahmoud Tatari, Mag. Hermann Gsandtner von der Tierombudsstelle Wien und Mag Felix Hnat von der Veganen Gesellschaft Österreich. Im Anschluss an die Vorträge wird es Workshops geben.
Aufgrund der nur beschränkt möglichen Anzahl an TeilnehmerInnen ist eine Voranmeldung erforderlich. Diese ist per Email an info@respektiere.at zu richten.

Kleider Bauer Demos
Freitag
13 - 19 Uhr in Wien Mariahilferstrasse
14 - 17 Uhr in Innsbruck Museumsstrasse.
Samstag
10 -18 Uhr in Wien Mariahilferstrasse
14 – 17 Uhr in Innsbruck Museumsstraße
12.30 - 17 Uhr in Graz Murgasse
9.30 – 16 Uhr in Wiener Neustadt am Hauptplatz

Tierrechtsdemos
Freitag
17 – 22 Uhr in Graz Hauptplatz
Samstag
20 – 23 Uhr in Wien Stephansplatz
11.30 – 15 Uhr in Linz Landstraße Ecke Passage

Animal Liberation Workshops siehe www.animal-liberation.at: 13.+14.
Oktober Linz, 20.+21. Oktober Innsbruck, 10.+11. November Graz und
17.+18. November Wien