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Sendung vom 14.11.2009:

Wake up - Toni Sailer - Sonntagskind

Wake up - Toni Sailer - Sonntagskind Buchbesprechung mit Dr. Sigi Bergmann

Wake up - Toni Sailer - Sonntagskind
Buchbesprechung mit Sigi Bergmann
Wake up, 14.11.2009, 11-12 Uhr, UKW 94.0

Diesmal zu Gast:

Sigi Bergmann

Sigi Bergmann spricht über das neu erschienene Buch "Toni Sailer - Sonntagskind" (Das Leben eines außergewöhnlichen Sportlers). Erschienen im Seifert Verlag

http://www.seifert-verlag.at/de/programme/2009_herbst/detail_sonntagskind.php

Zur Person Sigi Bergmann:

Die ORF-Legende Sigi Bergmann ist sehr vielseitig: Vom Fernseh-Präsentator bis hin zum Musiker, der gerne singt. Bekannt ist er vor allem als Präsentator von "Sport am Montag". Er kocht gerne.

Die ORF-Legende Sigi Bergmann wurde am 3. Jänner 1938 in Vorau geboren.

Er ist sehr vielseitig: Einerseits hat er die Lehrerbildungsanstalt absolviert und war auch Volksschullehrer. Danach hat er ein Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie begonnen und 1964 in Geschichte promoviert. Dissertation: "Die Religionspolitik Ferdinands I."

Seit 1964 Journalist, ab 1968 beim ORF angestellt, verantwortlicher Redakteur und Präsentator "Sportmosaik" (1969 bis 1974) und "Sport am Montag" (17 Jahre lang, von 1975 bis 1992). Er war bei 18 (!) Olympischen Spielen Reporter, hat alle großen Boxkämpfe kommentiert – das war für ihn von besonderem Interesse, weil er selber geboxt hat. Er hat sogar beim vorletzten TV-Krimi „Trautmann“ quasi sich selber – einen Boxkommentator – gespielt...

Musik war Sigi Bergmann in seinem Leben immer wichtig – er ist auch ausgebildeter Opernsänger. Sigi Bergmann hat Gesang studiert und das Studium auch absolviert. Er war einige Jahre Solist im Domchor St. Stefan und singt auch heute noch gelegentlich.

Stammgast in der Oper

Außerdem ist er Stammgast in der Oper: Er geht oft zu Vorstellungen, aber meist auf Stehplätze, weil das billiger ist. Außerdem hat er als insulinspritzender Diabetiker einen Behindertenausweis und so immer einen Stehplatz in der ersten Reihe. Als Stehplatzgast hat Sigi Bergmann schon lustige Erlebnisse gehabt – er sagt, „Stehplätze sind ein Biotop!“ - vor allem die Billeteure können seine Platzwahl oft nicht verstehen: „San’s deppat, wos tan Sie am Stehplatz?“

Ein anderes mal hat ein Billeteur zu ihm gesagt: Heut ist Europacupfinale und Sie schau’n Parzifal!“ In der Pause hat er Sigi Bergmann dann einen Zettel mit dem Zwischenergebnis des Matches gebracht!

Privates:
Sigi Bergmann ist 2facher Vater – die jüngere ist Ärztin, die Ältere arbeitet in der Bundeswirtschaftskammer. Er sagt selber, dass es mit ihm nicht immer leicht war – immer, wenn er gebraucht wurde, war er nicht greifbar: z.B. hat er bei der Geburt der älteren Tochter einen Orsolics-Boxkampf kommentiert, bei der Geburt der jüngeren war er bei einem Fussball-Länderspiel.


Inzwischen hat er 3 Enkelkinder, mit denen er sehr viel unternimmt – „vielleicht versucht er nachzuholen, was er bei den eigenen Kindern versäumt hat“...


Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt arbeitete Bergmann zwei Jahre lang als Volksschullehrer. Er begann Geschichte, Germanistik und Philosophie zu studieren und ist seit 1964 promovierter Historiker. Auch ein Gesangsstudium schloss er ab.

Bereits während des Studiums interessierte sich Bergmann für den Boxsport und begann selber zu boxen.

Karriere

Seine journalistische Karriere begann er in den frühen 1960er-Jahren in den Printmedien und wechselte 1968 als angestellter Redakteur zum ORF. Hier präsentierte er von 1969 bis 1974 das Sportmosaik.

18 Jahre lang - von 1975 bis 1992 - moderierte Bergmann die ORF-Sendung Sport am Montag. Um zu zeigen, dass sich Kunst und Sport nicht gegenseitig ausschließen, sondern viele gemeinsame Verbindungen haben, holte der kulturinteressierte Bergmann Persönlichkeiten wie Peter Ustinov, Helmut Lohner, Otto Schenk und auch Plácido Domingo und José Carreras in seine Sendung.

2008 ist er mit dem ORF-Team in Peking bei den Olympischen Spielen mit dabei, um diese (seine bereits 19.) zu kommentieren.

In seiner Zeit beim ORF moderierte und kommentierte er an die 3000 Boxkämpfe, mehr als jeder andere im deutschsprachigen Raum, wobei er alle großen Kämpfe von Muhammad Ali kommentierte, dessen Fan er war.
Eine langjährige Freundschaft verbindet ihn mit Hansi Orsolics, dem er zurück ins normale Leben verhalf, als dieser nach seiner Karriere finanziell und sozial abstürzte. Er schrieb ein Buch über den Freund: Hansi Orsolics k.o. Triumphe und Leiden eines Boxers. Er arbeiteteder Schriftsteller Franzobel an einem Theaterstück über den österreichischen Boxer.

Privates

Bergmann ist inzwischen in Pension und fünffacher Großvater, aber nach wie vor aktiv. Der Boxexperte ist seit 39 Jahren mit Gattin Ingeborg verheiratet, mit der er zwei Töchter und fünf Enkelkinder hat. Seine Tochter Elisabeth ist Journalistin und seine Tochter Eva Ärztin. Seit er in Pension ist, hat er mehr Zeit für die Musik, sodass er mindestens einmal in der Woche in die Oper geht. Er sitzt auch im Kuratorium der Opernfestspiele von Sankt Margarethen.


Sport am Montag:

http://www.youtube.com/watch?v=FyqmjWaXg1k&NR=1

Dr. Sigi Bermann beim Lauf über glühende Kohlen!

http://www.youtube.com/watch?v=bsObJ-fTA7I

Toni Sailer singt:

Toni Sailer - Am Fudschijama blüht kein Edelweiß

http://www.youtube.com/watch?v=YUipvaevfTc

Ein von Dr. Bergmann gern gehörter Titel:

Falco:

Out of the Dark

http://www.youtube.com/watch?v=ybBc6bmger8



Zur Person Toni Sailer:

Anton Engelbert „Toni“ Sailer (* 17. November 1935 in Kitzbühel, Tirol; † 24. August 2009 in Innsbruck) war ein österreichischer Skirennläufer und Schauspieler. Bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo gewann er drei Goldmedaillen im Slalom, im Riesenslalom und in der Abfahrt, die gleichzeitig auch als Weltmeisterschaftsmedaillen zählten, sowie die Goldmedaille in der nichtolympischen Kombination. Bei der Weltmeisterschaft 1958 in Bad Gastein gewann Sailer Gold in Abfahrt, Riesenslalom und Kombination sowie Silber im Slalom. Mit seinen drei Olympischen Goldmedaillen und sieben Weltmeistertiteln zählt er zu den erfolgreichsten Skirennläufern.

Toni Sailer bekam kurz vor seinem zweiten Geburtstag die ersten Skier und begann sehr früh mit dem Skisport. Bereits sein Vater Anton, der 1914 als Spenglermeister nach Kitzbühel kam, war ein begeisterter Skiläufer, seine ältere Schwester Rosi und sein jüngerer Bruder Rudi wurden ebenfalls Skirennläufer. Als Zehnjähriger nahm Sailer an ersten Rennen teil und in den Schülerklassen feierte er rasch Erfolge. Seit 1947 war er Mitglied im Kitzbüheler Ski Club. In seiner Jugend war er auch als Skispringer aktiv, konzentrierte sich aber bald ausschließlich auf die alpinen Bewerbe. Sailer besuchte die Handelsschule in Schwaz und erlernte den Beruf des Glasers und Spenglers.

Im Winter 1952 feierte Sailer im Alter von 16 Jahren seine ersten bedeutenden Siege. Er gewann die Abfahrt und die Kombination von Megève sowie den Riesenslalom und die Kombination von Morzine. Bei einem schweren Trainingssturz in Zürs erlitt er jedoch einen Schien- und Wadenbeinbruch und musste die gesamte Saison 1952/53 pausieren. Im Winter 1954 gelang ihm noch nicht die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Åre, er siegte aber im Slalom und in der Kombination von Cortina d’Ampezzo sowie im Riesenslalom von Seefeld.

In der Saison 1954/55 feierte er seine ersten von insgesamt fünf Siegen am Lauberhorn in Wengen. In der Abfahrt hatte er dabei einen Vorsprung von fast vier Sekunden auf den zweitplatzierten Anderl Molterer und mit Rang sieben im Slalom gewann er auch die Kombination. Weitere Saisonerfolge gelangen ihm in den Riesenslaloms von Morzine, bei den Tre-Tre-Rennen in Canazei und beim Glocknerrennen sowie in den Abfahrten von Megève und auf der Tofana in Cortina.

Im Jänner 1956 gewann der „Schwarze Blitz aus Kitz“ erneut die Lauberhornabfahrt und siegte bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel in Abfahrt, Slalom und Kombination. Bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo schrieb der damals 20-jährige Tiroler Skisportgeschichte und gewann als erster Sportler alle alpinen Bewerbe bei Olympischen Spielen. Im Riesenslalom siegte er mit 6,2 Sekunden Vorsprung auf Molterer, den Slalom gewann er mit 4 Sekunden Vorsprung auf den Japaner Igaya und in der Abfahrt kam er 3,5 Sekunden vor dem Schweizer Fellay ins Ziel. Damit wurde er dreifacher Olympiasieger und gleichzeitig vierfacher Weltmeister, denn diese Wettbewerbe, und zusätzlich die nichtolympische Kombination, zählten auch als Weltmeisterschaft. Erst zwölf Jahre später gelang dieses Meisterstück auch dem Franzosen Jean-Claude Killy, allerdings mit weitaus geringeren Vorsprüngen. Durch die großen Erfolge bei den Spielen wurde Sailer zu einem Nationalhelden, erhielt beim Olympia-Empfang in der Wiener Hofburg vom Bundespräsidenten Theodor Körner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich[1], wurde als Österreichs Sportler des Jahres ausgezeichnet und bekam zahlreiche Filmangebote.

Im Winter 1956/57 gewann Sailer die Abfahrten in Wengen und in Kitzbühel und wurde Österreichischer Meister im Slalom, im Riesenslalom und in der Kombination. Weitere Siege feierte er vor allem in den Nordamerikarennen. In Aspen gewann er zwei Riesenslaloms, einen Slalom und eine Abfahrt, in Stowe siegte er im Riesenslalom, in der Abfahrt und in der Kombination, in Sun Valley gewann er Slalom, Abfahrt und Kombination und in Squaw Valley war er in der Abfahrt und in der Kombination siegreich. Im selben Jahr wirkte Sailer erstmals in einem Film mit und kam dadurch in Konflikt mit den strengen Amateurregeln der FIS. Diese ließ ihn aber weiterhin starten. Nicht festlegen wollte sich jedoch das Internationale Olympische Komitee bezüglich einer möglichen Teilnahme bei den Spielen 1960.

Im Jänner 1958 gewann der Tiroler zum vierten Mal die Lauberhornabfahrt und die Riesenslaloms von Kitzbühel und Saalfelden. Bei der Weltmeisterschaft 1958 in Bad Gastein war Sailer erneut der große Star und gewann drei Goldmedaillen. Lediglich im ersten Wettbewerb, dem Slalom, wurde er vom Österreicher Josef Rieder geschlagen und belegte den zweiten Platz. Beim Riesenslalom konnte sich Sailer aber revanchieren und verwies diesmal Rieder auf den zweiten Rang. In der Abfahrt siegte Sailer vor dem Schweizer Roger Staub und gewann damit auch die Kombination. Nach der WM beendete er vorzeitig die Saison. Im Sommer 1958 gab Sailer im Alter von 22 Jahren seinen Rücktritt vom Skisport bekannt. Am Jahresende wurde er zum dritten Mal als Österreichischer Sportler des Jahres ausgezeichnet.

Sailer besuchte eine Berliner Schauspielschule und wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen wie König der silbernen Berge oder Der Schwarze Blitz mit. Daneben betätigte er sich als Schlagersänger und brachte es auf 18 Schallplattenaufnahmen.

Von 1972 bis 1976 wirkte Sailer als Cheftrainer und technischer Direktor des ÖSV. In dieser Zeit konnten die österreichischen Läufer und Läuferinnen den Nationencup von den zu Beginn der 1970er-Jahre dominierenden Franzosen zurückholen und ihn bis 1980 siebenmal verteidigen.

Am 2. August 1976 heiratete er in Vancouver Gaby Rummeny, die im November 2000 verstarb. Die beiden hatten einen Sohn, Florian. In zweiter Ehe heiratete er 2006 Hedwig Fischer.

Der begeisterte Golfspieler war von 1978 bis 1993 Präsident des Kitzbüheler Golfclubs. 1985 erhielt er anlässlich seines 50. Geburtstages den Olympischen Orden des Internationalen Olympischen Komitees.

Von 1986 bis 2006 war Sailer Rennleiter bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel, aber auch Technischer Direktor der FIS bei diversen internationalen Alpin-Skirennen und zudem Ehrenmitglied verschiedener Sportorganisationen. Er leitete über 30 Jahre die Kinderskischule der „Roten Teufel“ in Kitzbühel. Im Jänner 2004 kündigte er an, für das Amt des Bürgermeisters von Kitzbühel kandidieren zu wollen. Einige Wochen später zog er sein Ansinnen zurück.

1999 wurde Sailer als Österreichs Sportler des Jahrhunderts ausgezeichnet, im April 2009 erhielt er den Schneekristall des Wintersports. Über seinen Tod hinaus fungiert Toni Sailer, respektive seine Hinterbliebenen, auch als Lizenzgeber für die Skimodenlinie "ToniSailerSports". Lizenznehmer ist die Firma Fashionpool mit Sitz in Grasbrunn.

Im Rahmen seines sozialen Engagements beteiligte er sich 2008 in Kitzbühel am Fackellauf für die Special Olympics-Winterspiele in Innsbruck und gab die sogenannte „Flamme der Hoffnung“ weiter. Aus diesem Anlass äußerte er: „Es handelt sich dabei um geistig behinderte Kinder. Ich engagiere mich seit Jahren sehr für diese Jugendlichen.“ Es sollte einer seiner letzten großen öffentlichen Auftritte werden.

Toni Sailer starb am 24. August 2009 im Kreise seiner Familie an einem Gehirntumor.[4] Seit Anfang 2008 war bekannt, dass Sailer an Kehlkopfkrebs litt und sich deshalb schon längere Zeit in einer Privatklinik durch Chemotherapie behandeln ließ.

Zu Sailers 70. Geburtstag und dem 50-jährigen Jubiläum der Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo brachte die Österreichische Post AG am 9. Februar 2006 einen personalisierten Markenblock heraus. Der gemischte Bogen enthält Marken aus der Karriere des Ausnahmesportlers.

Wiener Linien Info:

Samstag, 14. November
26, 91A, 26A, 94A, 93A

Wetterinfo: (mit freundlicher Genehmigung der ZAMG Wien)

Schon zu Beginn des Tages legt sich eine beständige Hochnebeldecke über die Stadt, welche sich tagsüber kaum lichten sollte. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus südöstlichen Richtungen. Die Temperaturen liegen am Morgen bei Werten um 4 Grad, danach wenig Erwärmung auf 7 oder 8 Grad.

Moderation: Rene Thaler, Christian Rolly


Playlist / Zusatzinfo:

w.o.