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Sendung vom 12.06.2017 20:00:

744. radio%attac - Sendung, 12. 06. 2017

Bank f. Gemeinwohl, Chr. Nöstlinger, R. D. Precht, J. Ziegler

1. Bank für Gemeinwohl – Christine Nöstlinger (2´51)
Sie bekam den Hans Christian Andersen-Preis, den Astrid-Lindgren-Preis, den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln und nun ist sie Mitbegründerin einer Bank. Sie, das ist Christine Nöstlinger und die Bank ist die Bank für Gemeinwohl.

2. Richard David Precht: Kapitalismus im digitalen Zeitalter (5´13)
Vielleicht noch zur Erinnerung: Die feuerrote Friederike, Tschi-Tsche-Wischer, Maikäfer flieg!, Iba de gaunz oaman Kinda, Bücher, mit denen unzählige Menschen aufgewachsen sind und die ihren Ethikkompass mitausgerichtet haben. Nun aber weiter von der Bank zum Kapitalismus. Der Publizist und Philosoph Richard David Precht stört ein bisschen unsere Idylle.
3. Jean Ziegler – DER OPTIMISMUS DES WILLENS (10´13)
Von der österreichischen Schriftstellerin zum Schweizer Soziologen, Politiker und Sachbuch- und Romanautor. Er gilt als einer der bekanntesten Globalisierungskritiker. Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UN-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte er dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der UN an, im September 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Er ist außerdem im Beirat der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control. Die Rede ist von Jean Ziegler, dem klugen und renitenten Alten mit der DDR-Brille.
Nun hat er eingewilligt, eine Dokumentation über sein Leben mitzugestalten: „Jean Ziegler-Der Optimismus des Willens.“ ein Schweizer Dokumentarfilm von Nicolas Wadimoff.
Zum Inhalt:
Anfang der sechziger Jahre begegnet der junge Jean Ziegler dem damals schon legendären Che Guevara bei einer internationalen Konferenz in Genf als junger Fahrer und Sympathisant. Er ist begeistert und will mit ihm aufbrechen, um die Welt zu verändern. Doch Che Guevara überzeugt ihn, in Europa zu bleiben, um hier gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ zu kämpfen.
Seither kennt er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament, Mitarbeiter der UNO und charismatischer Redner keine Ruhe, um in Büchern und Vorträgen die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt anzuprangern.
Bis heute kämpft der 82-jährige Jean Ziegler für eine gerechtere Welt. Treu dem Versprechen, das er einst Che Guevara gegebenen hat. Wir bringen einen Ausschnitt eines Gespräches, das Ziegler nach der Filmpräsentation in Wien geführt hat.