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Monikas musikalische Reise
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Sendung vom 24.10.2016:

Wer wollte nicht wie Orpheus singen?

wenn es einem Sänger dank seiner Performance beinahe gelingt, die geliebte Ehefrau aus dem Schattenreich ins Leben zurückzuholen...

…ist das schon schön - und inspirierend:

In der 4.Oktober-Ausgabe der Sendung "Monikas Musikalische Reise" dreht sich fast alles um die berührende Geschichte von Orpheus und Eurydike.

insbes. um den Theatertext SCHATTEN (Eurydike sagt) von Elfriede Jelinek, der noch bis 5.November in F23.wir.fabriken zu erleben ist.

Orpheus ist hier kein sanfter Barde à la Reinhard Mey, sondern ein umschwärmter Rockstar - und Eurydike will gar nicht (zu ihm) zurück! Im Gegenteil, sie beschwert sich, dass der Sänger das Nymphchen nicht hergeben möchte: Sogar als Schatten noch will er mich für sich, ohne mich kann er die Morgen- und die Abendstimmung nicht richtig bewerten... ich als Schatten muss vor ihm die Flucht ergreifen...

Regisseurin Sabine Mitterecker inszeniert den Text wie eine Komposition: Im Zentrum steht die Musikalität der Sprache.

"De la musique avant toute chose" würde Paul Verlaine sagen, dessen Gedicht „Chanson d´automne“ in einer (gesungenen) Interpretation des melancholischen Benjamin Biolay am 24.Oktober ebenfalls auf dem orangefarbenen Plattenteller liegt.

Mathias Rüegg und Lia Pale sind ihrer Jahres-Zeit voraus - sie befassen sich, in a very jazzy way, mit Schuberts „Winterreise“. Wir lassen uns nicht beirren und bringen weitere ausgesuchte Okt./Nov.-Veranstaltungshinweise, insbes. für die Spielorte Dorf, WUK, Porgy und Sargfabrik (die im 14.).

Zum Nachhören