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la voz de america latina y el caribe
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Sendung vom 14.05.2019 20:00:

Sondersendung über Ramize Erer -feministische Kartonistin 2019

Feministische Blickwinkel in der Karikatur durch Ramize Erer

Porträt über die feministische Kartonistin Remize Erer, am 23. März 2019, zur Besuch in Wien.
Heute sende ich in drei Sprachen: Spanisch, Deutsch und Türkisch. So freut mich sehr Euch ein Porträt der feministischen Cartoonistin Ramize Erer, stammend aus der Türkei, und gegenwärtig lebend in Paris, die vor kurzem französische Staatsbürgerin geworden ist! Anbieten zu können. Sie ist geboren im Jahre 1963, in Kirklareli –in der Türkei. Als Cartoonistin, Malerin und Kunstschaffender, schrieb sie auch Kurze –illustrierte Geschichten, die in Laufe ihre Karriere sehr berühmt geworden sind. Als vierter von 5 Kindern, für sie persönlich wurde und bleibt ihre Mutter, die größte Feministin hinter ihrer eigenen Geschichte! Ramize Erer schafft es in der Akademie der bildenden Künste in Sinar Malerei zu studieren, wo sie 1990 ihr Studium beendet hat. Als junges Mädchen, lasst sie eifrig alle möglichen feministischen Literatur. So begann sie sehr komisch zu finden, was sich in ihre Heimat damals rund um Frauen abspielte. Insbesondere rund um die extreme Ungleichheit zwischen Frauen und Männer, wobei sie beginnt viele Erfahrungen mit andere Frauen zu machen, die davon ausgegangen sind, aufgrund der spezifischen Ausschluss gegen Frauen, dass sie in Unterdruckung lebten!

Mit 16 Jahre, publiziert sie ihre ersten Cartoons in der Wochen –Zeitschrift für Humoristen Girgir, die von Oguz Aral herausgegeben wurde, eine der berühmtesten Cartoonisten der Türkei. Ihr erstes Buch „Bir Biyiksiz“ (A Mustache) wurde im gleichen Alter publiziert. Nach sechs Monate wurde sie vom der Zeitung Cumhuriyet gefeuert, da die Herausgebern/ Redakteure ihre Cartoons für zu obszön fanden. Trotzdem, Ramize publiziert weiter, und das für gute 10 Jahre ununterbrochen, bei der „Turkish daily Radikal“ an der Seite von Kötü Kiz, wo sie auch das Charaktere der Tüpcü (The Propane Bottle Delibery Man), für die feministischer Zeitschrift „Feminist Pazartesi“ (The feminist Monday) kreiert.

Im Laufe ihre Jugend und als erwachsener Frau lässt sie sich von der internationalen Friedensbewegung beeinflussen, rund um der Internationalen Cartoons für den Frieden, wo sie öffentlich dafür völlig steht unter den Motto: „Satire braucht Frieden!“. Abgesehen von ihren Publikationen in Zeitungen, schafft sie auch hervorragender Arbeit in die Humor –Zeitschrift Hibir und Le Man. Im März 2011, wurde sie zu einer der ersten Mitgründerinnen der feministischen Humor –Zeitschrift „Bayan Yani“, die einzige und erste Comics –Zeitschrift weltweit, die von Frauen konzipiert und herausgegeben wurde. Ihr künstlerisches und kulturelles Werk genieß von Kontinuität über die Zeit hinaus, trotz alle Turbulenzen und Kontroversen rund um ihres Schaffens, erlebt sie auch dem Exil von der Türkei in Paris, Frankreich. Ihre Cartoons rund um die Proteste vom „Gezi Park“ im Mai 2013 in Istanbul, genossen seitdem von großer Popularität unter der Bevölkerung. Im Laufe ihre Karriere als feministischer Cartoonistin entwirft sie neue und unzählige Charaktere und Illustrationen, Tausende Cartoons sowie illustrierten Geschichten. Heute ist sie verheiratet und Mutter von ein Bub und ein Mädchen.

Ramize Erer ist eine sehr kritische Künstlerin was die traditionellen Rollen rund um Frauen anbelangt. Und das nicht nur in der Türkei, sondern auch in ganz West –und Ost Europa. In ihre Cartoons „Bad Girls“ –sind Frauen und Mädchen nicht nur Sexy! Sondern, stellen diese feministischen und kritischen, selbstbewusste Subjekte, die auch ohne Minderwertigkeit –Komplexe leben, dar! Eine ihre berühmte Cartoons, eine junge Frau die sich masturbiert, wurde zu die erste Karikatur diese Art, rund um dieses Thema die in der türkische Presse veröffentlicht, publiziert wurde. Ramize Erer, vor alle konstruktive oder destruktive Kritik betont aber auch: „Dass sie selbst eine reale Schwester ist!“, also, kein reinste Produkt vom Illusion innerhalb der türkische Gesellschaft! Zum Anlass des Herausgeben ihres Buches in Deutschland 2008, schrieb die Wochen –Magazine STERN folgendes: „Sie ist eine der wenigen türkische Karikaturistinnen, die kritisch Frauenrollen in der Türkei hinterfragt. Sie bricht mit Tabus und Mythen rund um traditionellen Gender -Stereotypen, mit viel Ironie und Sarkasmus, notwendig und unentbehrlich in der Karikatur, um Themen wie Heirat und Bigamie, Homo –und Bisexualität abzuhandeln, um auch den Limit an Toleranz zu erreichen. Für Millionen türkische Frauen stellt die Künstlerin eine Kult –Figur dar, da diese es schafft, was viele Frauen denken aber nicht zum Ausdruck bringen, sich nicht zutrauen! Eine Stimme durch ihre Comics den Frauen zu geben! Die Meinung der Frauen findet in den Cartoons eine eigene Stimme, die oft nicht die öffentliche Sphäre erreicht: Es gehe vor allem um soziale Gleichheit, Gerechtigkeit und Anerkennung.

Was ihre Karriere als Malerin anbelangt, praktiziert diese intensiv, verstärkt ab 2007. Sie habe einige bedeutender Ausstellungen in Istanbul hinter sich. Habe einige wichtige internationale Preise in Europa gewonnen. Gerade 2019 habe sie den Comics –Festival in Österreich gewonnen. Im Kremser Museum. Mit 2 Monate Atelier –Residenz und habe eine Ausstellung in Linz auch eröffnet.

Die feministische Cartoonistin Ramize Erer habe zum Zweck unsere Radiosendung Musik des französischen „Chanson“ –Sänger Jack Brel ausgewählt, und „Akustik“ rund um die 8. März Demonstration in Istanbul, dieses Jahr 2019.

Im Rahmen des Interviews am 23 März 2019 in Wien, redete ich, stellte ich meine Fragen in Englisch und sie sprach in türkische Sprache über ihre Erfahrungen im Cartoonisten Festival in Österreich, wie sie sich auch selbst beschreiben wurde! Oder warum wählte sie diese Karriere, was bedeutet auch Humor für sie? Wie würde sie für so ein terrestrisches –radiales Medium, semantisch ihre Kunst beschreiben? Um zu Schließen, fragte ich sie, über das Humor der Österreicher in allgemeinen! Haben diese Humor überhaupt? Oder nicht? Da habe sie sehr viel gelacht und mich an den österreichischen Cartoonist DEIX erinnert, der sie angefangen hat zu analysieren...sie fand viele seine Charaktere in die vielen Menschen in Österreich reflektiert, sie fand viele Menschen die wie er es gezeichnet hat, so wirklich aussehen!!! Also, es folgen 28 Minuten Audio –Mitschnitt für unser türkisches Publikum im Äther!

Playlist / Zusatzinfo:

1. Vorstellen des Sendeinhaltes in Spanischen und Deutscher Sprache
2. 28. Minutiges Audio -Mitschnitt ins Türkischen/Englisch
3. Musikalischer Untermalung von "Chaison" -Sänger: Jack Brel (1960 -70)
4. Demo -Hintergrunde von 8. Mart Istanbul 2019

Link:
https://www.fernandel.it/catalogo/collana-illustorie/343-ramize-erer-matrimoni



Lizenz:

Zoraida Dairiela Nieto Hernandez

Inhaber_in der Lizenz:

zoraida.nieto@yahoo.de

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