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FemFriday
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Sendung vom 05.10.2018:

FemFriday#4: Squalloscope und G.Rizo

Mit G.Rizo und Squalloscope traten am 14.9.2018 zwei sehr gegensätzliche Musikerinnen auf. Die eine ganz der ewigen inneren Ruhe verschrieben autark, sensibel und scheinbar entzogen der Umgebung und trotzdem immer irgendwie mittendrinnen und die andere eine schillernde Figur, die ihre Sensibilität in Vitalität kleidet, zwischen Kontinenten wechselt wie andere ihre Partnerschaften - seriell monogam, nicht sprunghaft, aber bestimmt.

Die in Wien und Abuja lebende Sängerin, Produzentin und DJane G.rizo (geb. Ihu Anyanwu) ist seit 2001 in der elektronischen Musikszene umtriebig. 2010 begann sie damit ihre Musik bei ihrem eigenen Label „Hezekina Pollutina Records“ zu veröffentlichen.
G.rizos Einflüsse kommen aus dem Pop und dem Funk. Darüber hinaus holt sie sich Anleihen aus einer breiten Palette musikalischer Vielfalt, wie Elektro, Disco, Techno und House.
Seit einem Jahrzehnt veröffentlicht sie Singles als Sängerin (Codek Records, Gigolo Records, Citinite) und wirkte bei vielen Produktionen bekannter Produzent*innen mit.
Die Veröffentlichung ihrer selbst produzierten „Active Methods EP“ im Jahr 2014, mit der Single „It’s Happening“, ließ G.rizo‘s Potenzial als Produzentin und Songwirterin erkennen.
Bei ihren Live-Shows changiert sie vom Crooning zum Rappen, während sie zwischen verschiedenen funkigen Melodien hin und her wechselt.


Squalloscope ist in Österreich seit Jahren eine fixe Größe und zugleich die ewig Unfassbare. So ist Anna Kohlweis neben ihrer msuikalischen Tätigkeit auch als Multimediakünstlerin, Illustratorin tätig. Ihre Arbeit ist ihre Arbeit von Kopf bis Fuß. Video, Production und Songwriting lässt sie in den eigenen Händen und erschafft damit einen intrinsischen Kosmos.
Ihr fünftes Album „Exoskeletons for Children“ erschien 2017. Geschrieben und aufgenommen im Alleingang in ihrem alten Dachbodenzimmer im Kärntner Elternhaus, Kellern im amerikanischen mittleren Westen und in den Wohnungen von FreundInnen, sind der Platte Grenzen und Schubladen ziemlich egal. Beats und Field Recordings werden geloopt und Synths und Gitarren klatschen sich irgendwo dazwischen ab, während über allem schwebend Squalloscope gepitcht, die ziemlich intim vom Aufwachsen in einer wackeligen Welt erzählt und einem übergreifenden Zusammenhalten in unheimlichen Zeiten: „Let’s build exoskeletons for children, let them know we got their backs. Let them know we got their noses, let them know we got their pinkies til they crack.”



Femfriday wird erneut von Lale Rodgarkia-Dara präsentiert und die Musiker*innen-Auswahl haben Maria Herold und Cosima Singlhofer getroffen. Sie zeichnen verantwortlich für Femfriday, eine Veranstaltungsreihe von Kulturen in Bewegung in Kooperation mit dem Weltmuseum.
Tontechnik. Prilfisch