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Sendung vom 25.05.2019:

Wake up - mit Pain is und PompaDur

Wake up - mit Pain Is und PompaDur

Wake up – mit Pain is und PompaDur

In dieser Ausgabe der Sendung Wake up sind Pain Is und PompaDur zu Gast.

Zu Pain Is (in englischer Sprache):

Pain Is was founded in 2002 by vocalist Jerome Jaw, in Austria. The band has taken a long road to success so far.
It all started with their debut album „Here comes the Pain“ in 2003. On this first album the band explored their own way of making music. To create something special, they combined their different metal influences and made their first steps as a band.
With this first creation in the pocket they also started to play live shows in Austria.



It all became more intense when they released their second album “Painic” in 2005. This album started to define their way of music and own style, it also was the first time when selftitled their music as Pain Core. On the road again they got more and more introduced to the German metal scene and got their first reviews in magazines.

2009 was the right time for their third strike called “Painback”. This album really shows that Pain Is reached a new level on composing songs. The album also reached many amazing reviews at fanzines and internet.

In 2012 they finally earned the success they have worked for. Noisehead Records signed the band under their label and they produced the most successful milestone in their band history at this point. “God Particle” was born and presented to the world in 2012 as a statement of the bands work so far. The feedback was amazing and the band got well known in the European music scene.
From this point nothing could stop them anymore. The live shows had become more and more powerful statements to the stages of the scene. They released their first Video to Single “Today” and set a whole new level to their own kind of music.

In 2015 they started to play international stages on festivals. But 2016 was still more to come…
in May 2016 they finally won the competition of WACKEN Metal Battle in Austria and had the chance to play in the finals at WACKEN OPEN AIR FESTIVAL 2016.
On the holy grounds of WACKEN they finally were one of the five international winning bands of worldwide 27 competitors. Pain Is received the respect and the price they were working so many years for.

After this amazing success they released their new Single “Don’t let us down” with a Video in 2016, and earned international success. From this point Pain Is have established their name as „Austrians Pain Core Machine“ with their own style of music.

Finally in 2019 the will release their new Monster Album „Pain Is“. Their title of their new Video „All hell breaks loose“ is not only title it is a statement that the new songs are gonna kick ass.

The stages of the world are their home – but there is still more to come …

Zu PompaDur:

Treffen sich eine Juristin, ein Gitarrist und ein Drummer auf ein Bier und reden
über die Welt…
So oder so ähnlich könnte man den Beginn von PompaDur beschreiben.
Aufgrund der bissig-provokanten Texte von Frontfrau Tina Hartig ergab sich die Musik
von PompaDur fast zwangsläufig: Elemente aus Punk, Blues, Pop und Jazz
vermischen sich mit erdigem Rock n ´Roll zu energiegeladenen Songs, die sich der
Einordnung in ein Genre mit Vehemenz verwehren. Entgegen dem Zeitgeist „dem
Publikum einfach eine schöne Zeit zu bereiten“ und entgegen dem Trend, sich vor
allem mit sich selbst und der eigenen Innensicht auseinander zu setzen, transportieren
die Songs von PompaDur eine klare Haltung. Mit viel Witz und Ironie werden
unbequeme Themen angesprochen, denn – so PompaDur: Zurückhaltung ist das
Privileg der Gerechtigkeit und die – so scheint es – ist weltweit eine bedrohte Spezies,
die es zu verteidigen gilt! Die Geschichten, die erzählt werden, sind jedoch nicht nur
der Phantasie entsprungen, sondern wurzeln in der beruflichen Vergangenheit der
Texterin und Sängerin Tina Hartig: Die Juristin und Wirtschaftsprüferin verarbeitet in
ihren Songs 20 Jahre der unmittelbaren Begegnung mit der Gier und dem Spiel um
Macht und Einfluss, viele der besungenen Charaktere sind ihr tatsächlich begegnet
und nicht immer hat die Wahrheit Regie geführt oder gar das „Gute“ über das „Böse“
gesiegt in den Gerichtsprozessen, die die Wirtschaftsjuristin selbst mit erlebt hat. Für
eine, die dennoch an die Gerechtigkeit glaubt, verbleibt das Schreiben von Liedtexten
als logische Konsequenz, um nicht wie so viele in ihrem Beruf dem Zynismus und/oder
der einen oder anderen Droge – und wenn sie auch nur Lethargie heißt – zu verfallen.
Für die vielschichtige musikalische Umsetzung von PompaDur zeichnen die
Musikprofis Andy Abraham und Nico Bernhardt verantwortlich. Ihnen ist es zu
verdanken, dass die lyrische Systemkritik von Tina Hartig nicht nur im Kopf, sondern
auch im Herzen ankommt und den Zuhörer mitnimmt auf eine Reise in eine Weltsicht,
die den meisten in dieser Dimension verborgen bleibt.
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Die beiden Vollblutmusikern haben es geschafft, dass der Zuhörer in der Sekunde
atmosphärisch eintauchen kann in die unterschiedlichen Szenerien, die besungenen
Gestalten, Figuren und Allegorien erwachen zum Leben, der Zuhörer wird zu einem
Teil des Ganzen.
Nach ihrer Debut-EP haben sich PompaDur nunmehr auf ihrem neuen Album „Nur
spül´n?“ dem Zeitvertreib des Spiel(en)s hingegeben und auf die Frage „Nur spül´n?“
ein ganzes Album voller Antworten produziert:
„Geh, der wü doch nur spül´n!“
Am Boden liegend, den heißen Atem des Untiers an der Gurgel spürend, vernimmt
man reglos und der Furcht gehorchend die Beschwichtigung. Leise und dennoch
drängend dringt die Stimme durch den Schleier der Angst… „Der tuat nix, der wü doch
nur spül´n!“… Na dann – wenn das so ist! Wer will schon als Memme sterben? Und so
raffen wir uns auf, sehen dem Untier lachenden Auges ins zähnefletschende Gesicht
und stellen uns vor, es wäre unser bester Freund, unser Beschützer, der Minotaurus,
der uns nicht ins Labyrinth lockt, um uns zu fressen, sondern um uns die Unbillen einer
aus den Fugen geratenen Welt zu ersparen. Und plötzlich wird die Chimäre zur
Wirklichkeit und wir lassen uns treiben von dem Spiel, das Wirklichkeit heißt.
„Nur spül´n?“ scheint derzeit die Zustandsbeschreibung unserer Welt zu sein. Es
scheint als ob der Genuss an der Ungewissheit des Spiels sich epidemisch ausbreitet:
Staatsmänner spielen wieder einmal und immer wieder „Krieg und Frieden“, befeuert
vom Monopoly der Globalisierung und dessen Treibstoffs, des Geldes. Die Bürger
lassen ihnen unterdessen ihr abscheuliches Tun durchgehen, gefangen im Labyrinth
des Untiers, eingelullt in die Vorstellung, die Bestie wäre ja eigentlich nur ein wolliges,
weißes, harmloses Kaninchen, hervorgezaubert aus dem Zylinder der Macht. Ein Blick
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in das Innenfutteral dieses Zylinders offenbart den Zaubertrick: Unter dem Kaninchen,
da lauert die Schlange.
Die Welt will betrogen werden und betrügen und zieht ihr schönstes Kleid in Form
eines potemkinschen Dorfes an. „Geh, der wü doch nur spül´n!“ ist man im Angesicht
der Schönheit dann verleitet, zu beschwichtigen. Überhaupt scheint die
Beschwichtigung eine neue Kulturtechnik geworden zu sein – sie züngelt daher hinter
der Bestie und relativiert, fordert die Ratio heraus, lässt uns vor Scham versinken ob
unserer Panik, die doch so albern erscheint, wenn wir erst das Kaninchen sehen und
nicht mehr die Bestie.
Doch das Spiel ist alles andere als ein spaßiger Zeitvertreib. Die Schachfiguren am
Brett, das sind nicht die anderen, das sind wir selbst. Und im Zweifel reihen wir uns ein
in die Schar der Bauern, wir sind es nicht, die beschützt werden vom Untier, nein, wir
sind es, die das Untier beschützen. Doch halt – so pessimistisch darf man sich dem
Leben nicht entgegenstellen. Wo doch das ganze Leben eigentlich nur ein Spiel ist!
„Geh, der wü doch nur spül´n!“ schreit der Bauer dem Leben entgegen, bevor er sein
eigenes Leben gibt für den König.
Musikalisch spannt sich der Bogen im Album „Nur spül´n?“ von der poetischen
Ballade, die den Spirit der 68er mit „Hippie Dad“ besingt bis zu Rhythmen, bei denen
jazziger 20iger Jahre Style mit modernen Dance Beats verschmelzen („Dämlich aber
geil“). Und natürlich darf auch der musikalische „atomare Angriff“ in Form von rockigen
Gitarrenriffs nicht fehlen und es donnern gleichermaßen elegante wie
knochentrockene Gitarrensoli durch dunkles Dickicht. Wer glaubt, dies verscheuche
das scheueste Reh, den belehrt die Geschichte vom „Oberförster“ eines Besseren.
Da der Zeitgeist ein Hund ist, entkommen auch PompaDur nicht dem derzeit
angesagten 80iger Jahre-Revival: “AbraFUNK” Andy hat auf Bitten von Tina die
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WahWah-Gitarre entmottet und spielt dadaistischen zurückgenommenen Funk zum
„Lackroten Stöckelschuh“.
Und weil PompaDur aus der Welthauptstadt der Hinterfotzigkeit, Wien, kommen, wo
die Fusion von Gut und Böse zu einer allseits geliebten Kulturtechnik erblüht, dürfen
die Lieder über diesen spezifischen Kontrast nicht fehlen. Denn erst wer sich an der
Wiener Seele so richtig den Magen verdorben hat, ist an der Donau angekommen.
Das Lied zum Thema liefern PompaDur mit „Ich bin“ (… so böse, aber nenn mich
süß!).
Aber in Wien ist ja alles immer schon ewig und auf alle Zeit ein bisserl anders. Die
Uhren laufen verkehrt herum, die Politik auch, die Gehirne sind verpickt vom
Walzerschleim und eh man sich´s versieht, ist man mittendrin in der Melange aus
Hinterfotzigkeit, Nonchalance und Verdrängungsbeseelung. PompaDur können aus
ihrer Wiener Seele auch nicht raus und bevor sie sich auf die Couch legen, singen sie
lieber über das „Borderline“, das ihre liebste Provinzweltstadt fest im Griff hat.
„Mord im Puppenhaus“ und „Puppenspieler“ bringen dem Hörer Gesellschaftskritik
mit starker Bass- und Drumline und eindeutigen Textzeilen unverblümt näher, während
die Geschichte vom „Wasti“ und dem Einzelfall ihre bittere Ironie und Bissigkeit in
sanftes Rubato und lyrische Erzählkunst verpackt.

Moderation: Wake up Team
Stay tuned!

Zum Nachhören