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Sendung vom 12.08.2020 13:00:

CORONAVIRUS-Serie Teil 3 / Schluß des Gesprächs mit Max Zirngast

Über die Altersheime, das Gesundheitswesen und den Medikamentengebrauch

Noch einiges zu Schwedens Besonderheit im Umgang mit dem Coronavirus – nicht allzu anziehend.

Die Altersheime – was sind das eigentlich für Stätten, in denen das Virus so zuschlägt?
Über das Alter und den Umgang damit.
Unverständnis zwischen den Generationen.
Übermedikamentation in allen Lebenslagen, besonders in der Altenpflege.
Und das bei inzwischen ziemlich nach Fernost ausgelagerter Medikamenteproduktion, sodaß dann nix da ist, wenn es plötzlich in größeren Mengen gebraucht wird. Lagerbestände sind ja auch pfui, weil zu teuer!

Exkurs zur allgemeinen Übermedikamentation, die nicht in allen Staaten der EU gleichermaßen üblich ist.

Einerseits Corona-Dissidenten, die sagen: Alles gar nicht schlimm, Übertreibung, Fake, das Coronavirus ist harmlos – auf der anderen Seite werden Pulverln geschluckt wie wild.

Die Gründe für Medikamente-Lawinen: Abschieben von Verantwortung

Verantwortung und Maskenpflicht – da wurde sich von den Behörden einerseits widersprochen, andererseits übertrieben.

Was man den Statistiken entnehmen kann, und was für Fragen noch offen sind.

Altersheime, Kreuzfahrschiffe, Krankenhäuser – in sich geschlossene Systeme, wo sich Keime gut verbreiten können.
Der Hospitalismus (Sterben im Krankenhaus, an einer anderen Krankheit als mit der man eingeliefert wurde,) war bereits vor Corona eine sehr verbreitete Todesursache.

Obwohl jetzt alles im Griff zu sein scheint, ist das Virus nicht weg, ganz im Gegenteil, und die Bedingungen seiner Verbreitung sind nach wie vor da.

Zur Zukunft: Das Coronavirus ist nicht vorbei, wir wissen nicht, was es noch vorhat. Die Globalisierung, die Mobilität und der Tourismus begünstigen die Ausbreitung von Infektionen.

Der Archiv-URL am Fuß der Seite bezieht sich nur auf die Corona-Sendung.
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4. UND LETZTER TEIL DES GESPRÄCHS MIT MAX ZIRNGAST VOM MÄRZ 2020

Zum Zeitpunkt des Interviews im März stand die teilweise Rückeroberung von Idlib an. Was meint Max dazu?

Die dortigen Dschihadisten – wer will die? Niemand, auch die Türkei nicht. (Inzwischen werden die teilweise in Libyen eingesetzt.)
Krieg nach außen zur Stabilisierung der Front nach innen. Auch die Türkei setzt auf diese Masche.
Aber in Idlib dürfte das an sein Ende gekommen sein – der Anfang März geschlossene Waffenstillstand war eindeutig eine Niederlage für die Türkei.
Die Begeisterung der türkischen Bevölkerung für die Idlib-Intervention der Türkei hielt sich laut Umfragen in Grenzen.
Auch aus Militärkreisen kam Kritik.
Die säkulären Militärs und auch Bürger haben ein Problem mit den Dschihadisten.

Welche Soldaten werden eigentlich nach Syrien geschickt? Rekruten? Freiwillige?

Obwohl es genug speziell ausgebildete Sondereinheiten für Kriegseinsätze gibt, waren unter den türkischen Opfern in Idlib arabisch-alevitische Rekruten aus Hatay, was die Angelegenheit noch weitaus heikliger für die türkische Führung macht.

Auch das Auftreten im Fernsehen und gegenüber Rußland zeigt, daß die Türkei hier klar den Bogen überspannt hat.
Rückblick auf die Verträge von Lausanne (1923) und Montreux (1936), wobei letzterer immer wieder sehr aktuell ist, weil er die Politik der USA und NATO im Schwarzen Meer behindert.

Der Vertrag von Montreux bezieht sich nur auf den Bosporus. Der neue Parallelkanal, der von der Türkei geplant wird, wäre wieder gegenstand von internationalen Verträgen – sofern überhaupt etwas daraus wird – weil damit die Frage des Zugangs zum Schwarzen Meer neu aufgerollt werden müßte.
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Der letzte Teil des Interviews mit Max Zirngast (Teil 4, 14 Minuten) ist hier archiviert:
https://cba.fro.at/462106

Playlist / Zusatzinfo:

Amelie & Sabaha (& Asim) | 21 Min. || Amelie Lanier, Max Zirngast u.a. | 14 Min. || J.S.BACH, Goldberg-Variationen: Aria | Variationen 26, 27 – Trevor Pinnock, Cembalo || Ferhat Tunç: Şuware | Biko

Zum Nachhören